Freitag, 5. Dezember 2014

Rezension: Joy Fielding - Sag, dass du mich liebst




Autor: Joy Fielding
Titel: Sag, dass du mich liebst
Originaltitel: Someone is watching
Seitenanzahl: 448
Verlag: Goldmann (29.September 2014)
ISBN: 978-3442312719
Genre: Psychothriller
Ebook: 15,99€
Gebundene Ausgabe: 19,99€
Erhältlich: hier






Quelle: hier


Ein unschlagbar guter Psychothriller, den man nur unschwer aus der Hand legen kann.
Ein Buch das man lesen muss.







Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida. 




 Bailey Carpenter ist eine erfolgreiche Privatermittlerin in Miami, und sie ist es gewohnt, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Nachts von einem Unbekannten brutal überfallen wird und nur knapp dem Tod entkommt. Von da an quälen Bailey Panikattacken und Alpträume, sie ist besessen von dem Gedanken, verfolgt zu werden, und zieht sich völlig in sich zurück. Einzig ihrer Halbschwester Claire, die sich liebevoll um sie kümmert, vertraut sie sich zunehmend an. Und dann entdeckt sie eines Tages, dass ihr Nachbar im Hochhaus gegenüber sie beobachtet. Bailey ist außer sich vor Angst, denn er scheint ein makabres Spiel mit ihr zu treiben. Doch niemand will ihr Glauben schenken – selbst dann nicht, als sie sieht, wie dieser Mann in seiner Wohnung einen kaltblütigen Mord begeht ...




Bailey Carpenter wird während einer Beschattung, die sie von Berufs wegen vornimmt, brutal überfallen und vergewaltigt.
Fortan hat sie ihr Leben nicht mehr im Griff.
Es ereignen sich eigenartige Dinge, aber niemand will ihr Glauben schenken.
Ist es Realität was Bailey sieht oder nur Einbildung?

Dieses Buch ist psychologisch gesehen, absolut gut.
Doch anfangs ist es etwas schwierig reinzukommen, es wird auch mitunter etwas langatmig und zu ausführlch beschrieben, was Baileys Alltag angeht.
Die alte Bailey wie auch die neue wurden sehr gut rübergebracht.
Der Überfall ansich wurde sehr gut veranschaulicht, man spürt förmlich das Grauen und die Angst des Opfers, aber auch die Überlegenheit des Täters.
Dieser Psychothriller schildert uns sehr eindrucksvoll, was eine Vergewaltigung mit einem Menschen machen kann. Man verliert sein altes Leben im wahrsten Sinne des Wortes.
Wir bekommen hautnah mit, wie Bailey ihr Leben nach und nach entgleitet.
Aber vor allem, dieser Umstand macht sie angreifbar.
Sie ist plötzlich auf Menschen angewiesen, die sie vorher kaum kannte.
Da fand ich etwas suspekt, wie schnell sie ihrer Umwelt vertraut, aber gleichzeitig jedem und alles misstraut.
Sehr interressant für mich zu beobachten war Baileys Entwicklung.
Sie verliert sich selbst, aber gleichzeitig wird ein fremder Mann zur Obsession für sie.
Sie kann einfach nicht anders, es ist wie ein Zwang.
Aber gleichzeitig sehen wir, wie Bailey langsam klarer sieht und sich ihr Leben zurückerobert.
Die Veränderung von Bailey ist die ganze Zeit spürbar, ich konnte durchaus Emotionen entwickeln.
So eine Thematik lässt niemanden kalt.
Anfangs war mir Bailey noch zeimlich suspekt, doch nach und nach wurde sie mir immer sympathischer.
Hier wird uns sehr eindrucksvoll geschildert, was ein Mensch empfindet wenn er etwas so traumatisches erlebt hat. Und wie die Umwelt darauf reagiert.
Bei Bailey lag die Sachlage noch etwas anders, wodurch das Buch sehr viel komplexer wurde.
Wir haben hier Vergewaltigung, eine Rechtsstreit und Obsession.
Wenn  es doch anfangs etwas undurchsichtig und langatmig erschien. Weil es doch sehr intensiv beschrieben wurde.
So ändert es sich im Laufe des Buches, man kombiniert und lernt verstehen, wie Bailey und die Menschen in ihrem Umfeld ticken. Es wird von Seite zu Seite immer spannender.
Bis es zum explosiven Showdown kommt, der es wirklich in sich hat.
Bailey als Opfer fand ich sehr gut dargestellt , sie wirkte auf mich glaubhaft und real.
Am liebsten in diesem Buch mochte ich jedoch Jade, ihre unverblümte und erfrischende Art, hat das ganze bisschen aufgelockert und neue Gedankengänge reingebracht.
Sie hat uns eine neue Sicht auf die Dinge gegeben.
Bis zum Finale, war nichts vorherzusehen und ich war mehr als überrascht vom Ablauf der Geschehnisse bis zur Aufklärung,  daß hätte ich jetzt so nicht erwartet.
Bailey ist ein Mensch, der nicht sofort sympathisch ist, aber durch das, was sie erlebt hat, bringen wir Mitgefühl auf.
Wir erfahren hier alles aus Baileys Sicht, anfangs hat es mir nicht so sehr gefallen, doch ich habe mich daran gewöhnt und letztendlich war es richtig gut so. Denn man braucht diesen Abstand zu den anderen Personen um die menschlichen Abgründe besser hervorheben zu können. Andernfalls wäre es wohl zu vorhersehbar geworden.
Es ist ein Buch, daß man erst verinnerlichen muss, um es beurteilen zu können.
Es lässt sich durchaus recht flüssig lesen, der Schreibstil ist sehr angenehm, die einzelnen Kapitel sind jedoch nicht unbedingt kurz.
Die Charaktere sind sehr gut gewählt und werden gut dargestellt. 
Letztendlich vergebe ich 4 von 5 Sternen. Einfach weil es hin und wieder doch zu viel drumherum geschrieben wurde.
Das Cover empfinde ich als sehr schön und gelungen. Was ich auch hervorheben möchte. Wenn man den Umschlag vom Buch abnimmt, kommt eine wundervolle lila Farbe zum Vorschein. Hat mir sehr gut gefallen.
Der Titel, ist sehr passend gewählt, da er den Inhalt des Buches wiederspiegelt.
Psychologisch gesehen, ein geniales Buch, daß man auf jeden Fall lesen sollte.
Eine klare Leseempfehlung von mir.







Das neue Buch von Joy Fielding konnte mich erst nach und nach packen. Aber sobald ich drin war, war es um mich geschehen. Es hat mich mitgerissen und sprachlos zurückgelassen.
Es ist ein Buch, daß niemanden kalt lässt.
Ich hab mich die ganze Zeit nur gefragt.
Was ist Sein und was ist Schein?
Ein Psychothriller erster Klasse, dem ich jedem nur empfehlen kann.
Lest es und teilt mir eure Meinung mit.
Ich bin gespannt.

Ich danke vielmals dem Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
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