Donnerstag, 18. Dezember 2014

Rezension: Sabine Durrant - Ich bin unschuldig




Autor: Sabine Durrant
Titel: Ich bin unschuldig
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 352
Verlag:  Pendo; Auflage: Deutsche Erstausgabe, 2. Auflage. (13. August 2013)
ISBN:  978-3866123618
Originaltitel: Under your Skin
Ebook: 8,99€
Klappenbroschur: 14,99€
Erhältlich: hier und hier






Bilderquelle und Infos zum Buch: hier

Ein Buch das psychologisch gesehen absolut unschlagbar ist, in dem nichts ist wie es scheint.







Sabine Durrant lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in London, wo sie als Autorin und Journalistin arbeitet. Sie schreibt unter anderem für den Guardian, den Daily Telegraph sowie die Sunday Times und hat bereits mehrere Romane und Kinderbücher veröffentlicht. Mit »Ich bin unschuldig« legte...






Von einem Tag auf den anderen wird Gaby Mortimers Leben zum Albtraum. Beim Joggen entdeckt sie die Leiche einer ermordeten jungen Frau. Doch das ist erst der Anfang. Gaby ruft die Polizei, versucht, alles richtig zu machen, aber plötzlich wird sie verdächtigt. Niemand will ihr mehr glauben, dass sie die Tote nicht kannte, sie nie zuvor gesehen hat. Immer mehr Indizien sprechen gegen sie, die Beweise werden erdrückend. Gaby steht mit dem Rücken zur Wand, ganz allein. Und sie spürt, dass ihr Mann mehr weiß, als er zu erkennen gibt …






Gaby ist Moderatorin im Fernsehen, eines Tages findet sie die Leiche eines Mädchens und wenig später wird sie selbst des Mordes verdächtigt.
Doch wer hat den Mord wirklich begangen?
Wir sich letztendlich alles klären.

Ich bin voller Spannung an dieses Buch rangegangen.
Der Klappentext hat mich unheimlich neugierig auf dieses Buch gemacht.
Jedoch hat mich der erste Teil ziemlich ermüdet. Man muss dazusagen, alles wird aus Gabys Sicht geschildert. Die Autorin beschreibt wirklich sehr intensiv Gabys Leben und wird dabei ziemlich ausschweifend. Was es für mich dann ziemlich langatmig und zäh machte.
Ich hätte mir mehr gewünscht, nicht soviel drumherum Gerede, sondern das man einfach auf den Punkt kommt.Dann wäre auch mehr Spannung reingekommen.
Aber irgendwann hab ich mich dann doch an den Schreibstil gewöhnt und es wurde richtig gut und auch sehr spannend.
Man erfährt mehr über Gaby als nur ihren Tagesablauf. Man lernt die Person dahinter kennen, was sie denkt und was sie antreibt.
Ihre Familie ist ihr ein und alles. Sie liebt ihre Tochter abgöttisch, leider hat sie aber auch kaum Freunde.
Sie hat ein Kindermädchen dem sie nicht recht traut, aber das bringt mich unweigerlich zu der Frage.
Warum hat sie das Kindermädchen denn überhaupt?
Denn Vertrauen muss immer an oberster Stelle stehen.
Obwohl man eigentlich denken sollte, man lerne Gaby richtig kennen, tut man es doch nicht.
Gaby war für mich ein Buch mit sieben Siegeln, denn ich hab nicht immer klar erkennen können was in ihr vorgeht.
Was sie erlebt ist schrecklich. Aber siegen am Ende nicht immer die Unschuldigen?
Sollte man ja meinen, aber das müsst ihr selbst herausfinden.
Was mir sehr gut gefallen hat, die Autorin hat sich nicht auf ein Thema alleine konzentriert, am Ende waren es drei.
Wobei ich über die eine Thematik gern mehr erfahren hätte, hat mich schlussendlich etwas unbefriedigt zurückgelassen.
Dieses Buch lockt uns immer wieder in andere Richtungen, so das man eigentlich nie weiß woran man ist.
Und wartet mit einem mehr als überaschendem Ende auf, daß hat selbst mich, stark beeindruckt und verblüfft hat.
Ich male mir ja immer verschiedene Szenarien aus, denn wenn ich ein Buch lese, ermittel ich auch gern etwas selber.
Auch wenn ich fast richtig lag, lag ich doch gleichzeitig daneben.
Psychologisch gesehen ist es absolut unschlagbar.
Großartigen Thrill oder Brutalität wird man hier nicht finden.
Es ist auch nichts, was man nebenbei lesen kann.
Es ist eins dieser Bücher, die man hinterher erstmal Revue passieren lassen muss. Um zu verstehen, was man da eigentlich gelesen hat.
Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, auch wenn es kleine Schwächen aufweist.
Die Charaktere fand ich glaubhaft und real dargestellt.
Einige davon mag man, andere weniger.
Die polizeiliche Ermittlung fand ich ganz gut dargestellt, jedoch hätte ich mir da noch mehr Intensität gewünscht.
Ich konnte auch mit den Personen mitfiebern und mitleiden.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkte, weil es sich am Anfang  ziemlich gezogen hat und ich erst nach einiger Zeit so richtig reinkam. War ich aber erstmal drin, war ich mitten im Geschehen und es konnte mich total fesseln. Für mich zählte nur noch dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus, ein Buch das man nicht so schnell vergisst.
Cover und Titel finde ich sehr gut gelungen.








Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem ein sehr gutes Buch mit interessanten Themen.
Man sollte es sich nicht engehen lassen, denn psychologisch gesehen ist es wirklich unglaubkich gut.
Ich bin gespannt was ihr dazu sagt.

Ich danke vielmals dem Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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