Montag, 16. Februar 2015

Autoreninterview: Sabine Wierlemann

Hallo meine Lieben,


Nun ist es wieder Zeit für ein Autoreninterview.
Sabine Wierlemann schreibt eine Krimireihe die im schwäbsichen Bärlingen spielt.
Es ist eine wundervolle Reihe.
Von "Mordwoche" und "Todesfuge" war ich bisher sehr begeistert.
Und auch ihr neuer Krimi "Endstation" der am 3.Februar erschienen ist, konnte mich wieder sehr begeistern.

Doch was macht diese Reihe so gut in meinen Augen?
Sabine Wierlemann schreibt spannend, humorvoll und mit einer guten Portion Humor.
Die Ermittler in ihrer Reihe sind eher unkonventionell, was sie in meinen Augen sehr sympathisch macht.
Die Charaktere sind so gezeichnet, daß sie quasi nebenan wohnen könnten und das macht sie sehr liebenswert.
Die Bücher bestechen vor allem durch Teamwork, Zusammenhalt und ungewöhnliche Ermittlungsmethoden.
Natürlich bleibt hier auch die Zwischenmenschlichkeit nicht auf der Strecke..
Sie lassen sich superleicht lesen.
Dadurch daß sie nicht so lang sind,ist es eigentlich für jeden geeignet.
Man schlägt das Buch auf und man fühlt sich einfach zuhause.
Man kann schön schmunzeln, aber man fiebert auch gleichzeitig vor Spannung mit.
Ich liebe diese Reihe bereits sehr und ich hoffe, ich kann euch neugierig darauf machen :)


 



Die Krimireihe

Mit Klick auf das Cover kommt ihr auf die Amazonseite.


1.Fall für Gerda und Otto König



2.Fall für Gerda und Otto König




3.Fall für Gerda und Otto König




Die Krimireihe ist im Klarantverlag erschienen.

Hier kommt ihr zum Verlag, wo ihr gern ein bißchen stöbern könnt.





Die Autorin

Die Autorin ist 1973 in Münster geboren. Ihre Schulzeit hat sie im Schwäbischen verbracht und lebt nach ihrem Studium an den Universitäten Freiburg und Amherst (USA), das sie mit der Promotion abgeschlossen hat, jetzt im Badischen. Sie arbeitet als Lehrerin und Autorin. Sabine Wierlemann ist verheiratet mit dem besten Mann der Welt (was zum Glück viele andere Frauen auch von sich behaupten können). Gemeinsam haben sie die Kinder, die sie sich schon immer gewünscht haben.
 Sabine Wierlemann hat in ihrer schwäbischen Provinzkrimiserie um das Ehepaar Gerda und Otto König bereits zwei spannende Krimis mit Lokalkolorit geschrieben: "Mordwoche" und "Todesfuge"!
Am 3. Februar 2015 ist der 3. Teil "Endstation" erschienen. 
Auf diesen Seiten können Sie mehr über die Autorin erfahren:
Ihre Homepage und auf Facebook








 Nun kommt das versprochene Interview :)


 Sabine Wierlemann ist eine sehr sympathische Frau, ihre Antworten sprühen nur so vor Lebensfreude.
Aber macht euch selbst ein Bild. 










Mit der Krimireihe im schwäbischen Bärlingen haben Sie eine ganz tolle Reihe geschaffen. Sie besticht vor allem durch Spannung und Humor.
Wie entstand die Idee dazu?
Sie entstand tatsächlich bei einem Friseurbesuch im echten Salon König. Dieser Ort hat mich schon immer fasziniert und es ist bei meinem Friseur fast ein bisschen so wie im Bärlinger Salon. Hier trifft man sich, hier laufen die Informationen der Kleinstadt zusammen. Schon lange habe ich mir gedacht, dass ich über diesen Traditionsfriseur, der übrigens einer der ältesten in ganz Deutschland ist und seit mehreren Generationen in Familienbesitz, eine Geschichte schreiben sollte. Irgendwann war mir dann klar, dass es ein Krimi werden würde, weil dieses Genre einfach am besten passt.

Ich mag Georg und das Friseurehepaar total gern. 
Welche Bewohner liegen Ihnen besonders am Herzen?
Die Antwort fällt mir nicht leicht. Ein bisschen fühle ich mich wie eine Mutter, die man vor die Entscheidung stellt, welches ihrer Kinder ihr das liebste sei. Ich habe sie alle gern und fühle mich ihnen jetzt schon sehr verbunden. Immerhin haben wir jetzt gemeinsam den dritten Krimi veröffentlicht. Gerda und Otto sind mir natürlich besonders wichtig, weil mit ihnen alles begann. Aber ich möchte auch die Oldies aus der Schubartstraße nicht missen. Und auch, wenn Adriano und seine Frau Valentina ein bisschen nerven können, sie gehören einfach dazu und sind auf ihre Art absolut liebenswert.

Im Laufe der Zeit wurden die Fälle ernsthafter und auch viel spannender.
Man merkt, die Reihe ist reifer geworden. 
Ist das für Sie als Autorin auch spürbar?
Das nimmt man wohl als Leserin und Leser stärker wahr. Ich bemühe mich nach wie vor, dass die humorvolle Seite nicht zu kurz kommt. Einfach deswegen, weil ich selbst gern lache. Dass die Fälle ernsthafter und spannender geworden sind, liegt vielleicht auch an den Themen, die ich jeweils in den Mittelpunkt gestellt habe.

Wie gehen Sie mit Lesermeinungen um?
Erst einmal freue ich mich, wenn Leserinnen und Leser sich zu meinen Büchern äußern. Natürlich ist es dann besonders schön zu lesen, dass die Krimis gut ankommen. Dann laufe ich den ganzen Tag mit einem breiten Grinsen im Gesicht herum. Aber auch bei kritischen Anmerkungen schaue ich genau hin und nehme mir die Anregungen sehr zu Herzen. Ich versuche auch das eine oder andere umzusetzen, wenn es zum Konzept des neuen Krimis passt.

Die Cover gefallen mir sehr gut, weil ich einfach finde, sie spiegeln das Leben in Bärlingen sehr gut wieder.
Haben Sie da ihre Ideen miteingebracht?
Als der erste Krimi fertig war, habe ich gemerkt, dass die eigentlich Arbeit mit der Gestaltung des Covers jetzt erst beginnt. Das Cover soll die richtigen Leser ansprechen, sie neugierig machen und natürlich soll es auch zum Inhalt des Buches passen. Ich war zu nah am Text und habe vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr gesehen und war deshalb sehr froh, dass ich bei http://ambidexter-solutions.de/ kompetente Unterstützung bei der Konzeption und gestalterischen Umsetzung gefunden habe. Das Cover entstand in enger Zusammenarbeit. Ich bin froh, dass der Klarant Verlag, der meinen Krimis eine neue Heimat gegeben hat, die Coverlinie fortgeführt hat.

Was lesen Sie privat?
Welche Genres mögen Sie besonders gern?
Da meine freie Zeit durch Job und Familie sehr begrenzt ist, fällt leider oft die Entscheidung zwischen Schreiben und Lesen. In Phasen, in denen ein neuer Krimi entsteht, lasse ich die anderen Bücher links liegen. Wenn die Autorin pausiert, kommt die Leserin zu ihrem Recht und dann lese ich gern anspruchsvolle zeitgenössische Literatur, aber auch Jugendbücher liegen auf meinem Büchertisch.

Wie bekommen Sie Ihre Inspirationen?

Manchmal ist es ein Zeitungsartikel, eine Radiomeldung oder ein Hinweis in einem Gespräch, die sich langsam zu einer neuen Krimi-Idee auswachsen. Inzwischen kommen auch schon Familienmitglieder und Freunde mit Themen, die sie krimitauglich finden.

Stellen Sie sich bestimmte Orte vor, wenn Sie schreiben?
Beim Schreiben befinde ich mich in meinem Privatkino. Ich sehe die Handlung während ich am Computer sitze wie in einem Film vor meinem inneren Auge ablaufen. Ich bin Zuschauerin und Regisseurin in einer Person und stelle mir die Orte sehr genau vor. Das Friseurgeschäft von Gerda und Otto würden die Leserinnen und Leser wahrscheinlich wiedererkennen, wenn sie den echten Salon König besuchen würden.

Was ist Ihr Ausgleich zum Schreiben?
Zum Schreiben brauche ich keinen Ausgleich außer vielleicht ein bisschen Bewegung wegen des vielen Sitzens. Vielmehr ist das Schreiben ein Ausgleich zu den Alltagsaufgaben, die sonst auf meiner Liste stehen.

Wie wichtig ist Ihnen der Kontakt zu den Lesern?
Er ist das Salz in der Suppe des Autors. So wie der Koch sich freut, wenn es den Gästen schmeckt und er sich nach dem Essen danach erkundigt, so geht es auch dem Autor. Er hat es nur viel schwerer. Für den Koch geben leer geputzte Schüsseln oder – in vertrauterer Atmosphäre – ein abgeschleckter Teller Auskunft darüber, wie seine Künste aufgenommen wurden. Er kann sich sein Lob auch direkt am Tisch abholen. Ein Autor bekommt meistens nicht einmal mit, wer sein Buch gekauft hat, geschweige denn wie der Inhalt ankam. Deshalb ist es eine besondere Freude, Lesermeinungen in Form von Rezensionen zu lesen. Ein echtes Highlight für mich als Autorin sind allerdings die Lesungen, bei denen ich in Kontakt mit Leserinnen und Lesern treten kann.

Arbeiten Sie vielleicht schon an einem neuen Buch?
Die Idee steht schon und das Gerüst des Inhalts ebenfalls. Es ist für mich keine Frage, dass Gerda und Otto auch in einem vierten Fall ermitteln werden und ich freue mich schon darauf.


So ich hoffe, euch hat das Interview gefallen.

Eure Susi Aly

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