Montag, 23. März 2015

Blogtour: Töte und Lebe von Laura Wulff

Hallo meine Lieben,

Heute darf ich euch zur nächsten Blogtour begrüßen.






Hier fällt heute der Startschuss zur Blogtour "Töte und Lebe" von Laura Wulff

Bei mir gibt es heute ein Protagonisteninterview.
Ich hab mich etwas mit Marie unterhalten. Ich weiß, viele hätten jetzt Daniel Zucker erwartet.
Aber hey, Marie ist auch wahnsinnig interessant.
Ehrlich gesagt, hat sie am meisten bei mir  Eindruck hinterlassen.
Ich mag sie total gern, sie ist eine Person die sich immer weiterentwickelt.
Im ersten Band erschien sie mir noch recht sanftmütig und unsicher, im Laufe der Zeit hat sich das jedoch geändert. 
Sie ist mit jedem Band facettenreicher geworden und man entdeckt immer mehr Seiten von ihr.





Liebe Marie, ich freu mich daß Du heute gekommen bist.

Marie, in letzter Zeit hat sich viel für dich verändert. Daniel ist durch einen Unfall querschnittsgelähmt und dein Cousin Benjamin ist bei euch eingezogen.
Wie siehst du diese Entwicklung?

Das Leben besteht aus Hochs und Tiefs. Das habe ich nicht erst durch Daniels Freizeitunfall und Benjamins Verhaftung erfahren, sondern schon von Kindesbeinen an. Wahrscheinlich war ich durch die harte Schule meiner Eltern dazu in der Lage, die Hürden zu meistern. Daniel brachte mich manchmal an den Rand der Verzweiflung, da er mich eine zeitlang nicht an sich heran ließ. Und Ben, nun, er ist ein Grünschnabel und ich hatte Angst, er würde abrutschen. Doch beide sind an ihren Talfahrten gewachsen und ich hoffe, ich konnte ihnen dabei helfen, in dem ich ihnen einen sicheren Hafen, Loyalität und Unterstützung bot.

Wie kommst du damit zurecht, daß Daniel jetzt im Rollstuhl sitzt.
Hat sich für euch sehr viel verändert?

Daniel sagt, das Leben sei mühsamer für ihn geworden, aber ich finde, es ist lediglich ‚anders’. Hat man sich erst einmal darauf eingestellt, läuft der Alltag wieder so geschmeidig wie vorher. Zugegeben, bis dahin ist es ein Kampf, und es wird immer Probleme geben, wie Treppen und Hängeschränke, aber man muss Tatsachen, die nicht zu ändern sind, akzeptieren. Ich bin da recht pragmatisch eingestellt und ein positiver Mensch.

Ich weiss, daß wird jetzt schwer für dich. Aber wie sieht deine Familienplanung aus?

Vorerst werden wir zu zweit bleiben. Erst einmal muss Ruhe in unsere Ehe einkehren. Die letzten zwei Jahre waren durch die Querschnittslähmung und die Kriminalfälle, an denen wir arbeiteten und die auch unser Privatleben beeinflussten, sehr turbulent.

Und wie kommt ihr beide mit Benjamin zurecht?

Wir lieben ihn, fast wie einen eigenen Sohn. Oder doch eher wie einen kleinen Bruder? Er gehört zu uns.

Ist seine Homosexualität ein Problem für euch, oder seht ihr das ganz gelassen?

Daniel reagierte am Anfang etwas verschämt, aber nicht, weil er etwas gegen Homosexuelle hätte, sondern weil er als ‚ganzer Kerl’ nicht gerne darüber redet. Überhaupt redet er ungern über Gefühle. Ich fand das ja süß! Wie er herumstotterte, als er Ben sagte, dass seine Homosexualität völlig in Ordnung für uns ist. Niedlich! Ich hätte ihm helfen können, doch ich habe mich viel zu gut dabei amüsiert, ihn dabei zu beobachten, wie er mit gerötetem Gesicht herumstammelte. Ich liebe ihn nicht so sehr für seine Stärke, sondern vor allen Dingen für seine Schwächen.

Deine Familie galt ja bisher als schrecklich perfekt. Nun hat sich aber rausgestellt, daß sie gar nicht so perfekt ist.
Wie kommst du mit den beiden zurecht?

Unser Verhältnis wird immer schwierig bleiben. Eigentlich könnten Eltern kaum schlimmer sein. Sie tyrannisierten mich, wollten über mich bestimmen und es gab sogar als Kind körperliche Übergriffe, die als Erziehungsmaßnahme gerechtfertigt wurden. Aber sie sind nun mal meine Mutter und mein Vater. Ich bringe es nicht übers Herz, mich von ihnen loszusagen. Aber ich habe ihnen endlich die Stirn geboten. Ab sofort wird sich einiges ändern. Das ist doch schon mal ein Anfang, nicht wahr?

Der letzte Fall war besonders schwer für dich und Daniel. Er hat euch viel Kraft gekostet.
Würdest du sagen, ihr seid daran gewachsen?

Weniger an dem Fall, als an der Eifersucht, die damit einherging. Daniel wurde mit einer weiblichen Verführung konfrontiert und ich hätte beinahe einen dummen Fehler mit einem Fremden begangen. Aber am Ende haben wir beide widerstanden. Statt auseinander zu driften, sind wir dadurch noch enger zusammengerückt. Ich kann mir ein Leben ohne Daniel nicht vorstellen! Er bedeutet mehr Familie für mich als meine eigene.

Wie nehmt ihr beide Abstand von dem Grauen, daß euch täglich ereilt.
Habt ihr da ein Geheimrezept?

Wir arbeiten noch daran. Es ist nicht einfach. Man kann die grauenhaften Erlebnisse nicht an der Garderobe abgeben, sondern trägt sie ständig mit sich herum. Ich denke, wir ziehen Kraft aus uns selbst, aus unserer Ehe und banalen Dingen, die wir im Alltag teilen. Außerdem hat Daniel ebenfalls Gewalt als Kind erfahren, er von seinem Vater, ich von meiner Mutter. Das verbindet. Zudem ergänzen wir uns wundervoll, eben weil sie sehr verschieden sind.

In letzter Zeit haben wir auch gemerkt, daß du eifersüchtig sein kannst.
Bist du generell ein sehr eifersüchtiger Mensch?

Nein, gar nicht. Ich habe mich von einer völlig neuen Seite kennen gelernt. Diese neue Facette von mir mag ich nicht. Darum kämpfe ich darum, sie wieder abzulegen. Ich empfinde Eifersucht wie Gift in meinen Adern. Es braucht eine Zeit, bis es abgebaut ist und ich wieder so gelassen sein werde wie früher.

Ich finde du bist eine sehr sympathische Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht.
Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Aufrichtig, gradlinig, eine Leseeule, Theaterinteressiert, abenteuerlustiger als man mir ansieht und wahnsinnig verliebt in Daniel Zucker.

Du liest ja sehr gern. Welches ist dein Lieblingsbuch?

Alle! Ich stecke ständig meine Nase in Bücher, manchmal lese ich mehrere parallel. Die Welt der Geschichten ist so facettenreich, dass ich mich niemals für eins entscheiden könnte.

Liebe Marie, für die Zukunft wünsch ich mir einfach für euch, daß etwas Ruhe bei euch einkehrt. Besonders in eurem Privatleben.
Aber eine Frage habe ich noch.
Wovon träumst du, wenn du an die Zukunft denkst?

Davon, dass mehr Ruhe in unser Privatleben einkehrt. Im Moment gibt es noch zu viele negative Einflüsse. Daniels Kriminalfälle, meine kaputten Eltern, Benjamins Suche nach Anerkennung und nach sich selbst – wir kommen kaum dazu, aufzuatmen. Es tut mir weh, mir vorzustellen, dass Ben sicherlich in naher Zukunft ausziehen wird. Und ich träume von einem Urlaub mit Daniel, vielleicht am Meer, ja, das wäre nett. Und von zwei Katzen, die durch unsere Wohnung toben.   



Ich hoffe, ihr konntet Marie jetzt besser kennenlernen.
Ich persönlich liebe die Reihe um die Zuckers.
Warum?
Nun, weil sie einfach anders ist und weil sie Kriminalfälle bearbeiten, die wichtig sind und zum nachdenken anregen.



Gewinnspiel

Es gibt auch heute wieder etwas zu gewinnen.






Wie könnt ihr gewinnen?

 Hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Post und schon seid ihr im Lostopf



 Teilnahmebedingungen

Teilnahme ab 18
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Kein Ersatz beim Verlust auf dem Postweg.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend wieder gelöscht.
 
 Meine Rezension zu dem Buch findet ihr  >> Hier <<

Morgen geht es bei Bianca weiter, bei ihr erfahrt ihr mehr über Bewährungsauflagen.

Eure Susi Aly

Kommentare:

  1. Oh toll, danke für das Interview! Hinter einem starken steht auch immer eine starke Frau! LG Kirsten

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  2. Herzlichen Dank für den wundervollen Blogtourbeitrag, Susanne! :-)

    Sonnige Grüße,
    Laura Wulff

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  3. Guten Morgen,
    Das ist schön gemacht.
    Bin mal gespannt wie es
    Die Woche weiter geht.
    Liebe Grüße
    Ute

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  4. Hallo liebe Susi,
    das Interview ist wieder mal super gelungen und liest sich klasse. Sehr gerne würde ich die signierte Ausgabe des Buches von Laura Wulff gewinnen und hüpfe deswegen geschwind in den Lostopf.
    Dankeschön.

    Leo

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  5. Ein tolles Interview!
    Da hüpfe ich mal in den lostopf!
    LG tani

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  6. Wow ein tolles Interview ;) und ein schöne blogtour ich freu mch schin auf die weiteren tage :)
    Natürlich möchte ich auch gerne in den Lostopf hüpfen :D

    Lg Anna

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    1. ich habe meine email vergessen ;)
      awahlbrink@yahoo.de

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  7. Hallöchen. :)

    Das ist aber ein tolles Interview und ein toller Blogtourauftakt. :)
    Da möchte ich auch gerne in den Lostopf hüpfen.

    Alles Liebe,
    Katja

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  8. Danke für das schöne Interview. Das Buch hört sich sehr interessant an und würde ich daher gerne lesen

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  9. Ein sehr gelungenes Interview, vielen Dank! Ich finde es immer interessant, was die Figuren so alles erzählen haben.
    Viele Grüße
    Tanja

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  10. Hallo und guten Tag,

    ziemlich schonungsloses Interview..Danke dafür..LG..Karin..

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  11. Hallo,

    danke für das schöne Interview. An der Verlosung nehme ich sehr gerne teil.
    LG von Elke
    becjat(at)yahoo.de

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