Montag, 9. März 2015

Interview: Dania Dicken

Hallo meine Lieben,


heute ist es wieder soweit.
Ich möchte euch eine ganz liebe Autorin vorstellen.
Ich mag ihre Profiler - Reihe total gern und ich finde einfach viel mehr Leute sollten diese Reihe lesen.
Bereits bei Band 1 war ich schon super begeistert, auch wenn ihr Start der Reihe eher unkonventionell ist.
Ich hab zwar schon von jeher ein Faible für Profiling, aber ich finde Dania bringt es einfach total authentisch rüber. Wenn man in ihre Bücher eintaucht, spürt man einfach wieviel Herz und Leidenschaft drin steckt.
Und das macht sie für mich einfach zu etwas ganz besonderem.
Nicht nur die Fälle sind super interessant, sondern die zwischenmenschlichen Beziehungen kommen dabei auch nicht zu kurz.
 Probiert es einfach aus :)

So aber nun zu Dania Dicken.


Ich werd euch zunächst ein paar grundsätzliche Informationen geben und danach gibt es noch ein Interview.
Ich hoffe ja, daß es euch neugierig macht :)




Dania Dicken
Dania Dicken, Jahrgang 1985, schreibt seit der Kindheit. Durch die Begeisterung für Tolkiens "Herr der Ringe" kam sie zur Fantasy. 2005 veröffentlichte sie mit "Der Kristall der Könige" ihr Debüt bei Books on Demand, 2009 folgte "Himmelsfeuer".
Die in Krefeld lebende Autorin hat in Duisburg Psychologie und Informatik studiert und arbeitet zur Zeit als Online-Redakteurin. Mit den Grundlagen aus dem Psychologiestudium setzte sie ein langgehegtes Vorhaben in die Tat um und schreibt seitdem Psychothriller mit Profiling als zentralem Thema. 2014 hat sie begonnen, ihre Psychothriller-Reihe zum Thema Profiling und das vierteilige phantastische Unsterblichen-Epos im Selfpublishing zu veröffentlichen.

Aktuelle Informationen:
http://www.blog-und-stift.de

Ihre Bücher    







Liebe Dania, ich danke dir das du gekommen bist.

Sehr gern, ich bin schon ganz gespannt auf die Fragen und freue mich über das Interview!

War es immer dein Traum Bücher zu schreiben?

Eigentlich schon - solange ich denken kann, wollte ich Geschichten erzählen. Ich war noch in der Grundschule, als ich sagte, daß ich Schriftstellerin werden will. Mit kurzen Geschichten oder nicht enden wollenden Schulaufsätzen fing es an, mit zehn habe ich dann meinen ersten Roman geschrieben: einen Kinderkrimi.

Dania Dicken
Ich muss zugeben, ich habe ein besonderes Faible für Profiling und Andrea mag ich unglaublich gern.
Wie entstand die Idee zu der Profiling Reihe?

Psychologie hat mich schon immer sehr interessiert und war deshalb auch mein Studienwunsch. Kriminologie und die Erstellung psychologischer Täterprofile fand ich immer ungemein faszinierend und wollte verstehen, wie das funktioniert. Viele Bücher und Filme stellen das Profiling so dar, als hätte es etwas mit magischen Fähigkeiten zu tun. Das ist aber nicht so - es beruht auf wissenschaftlicher Forschung, Statistiken und Fallstudien. Ich hatte immer vor, darüber mal zu schreiben und als ich dann selbst mein Psychologiestudium begonnen habe, habe ich damit angefangen.

Wie ist die Resonanz bisher auf diese Reihe?

Ich freue mich, daß die Profiler-Reihe so aufgenommen wird, wie ich es mir gewünscht und auch gedacht habe. Ich hatte gehofft, daß es viele Leser interessiert, wie Profiling wirklich funktioniert und bei den allermeisten Lesern ist es auch tatsächlich dieser fachliche Hintergrund, der begeistert und den Reiz der Bücher ausmacht.

Wieviele Bände hast Du geplant?

Teil 1 habe ich schon im Jahr 2009 begonnen. Damals hatte ich keine Pläne, wieviele Teile es wohl werden sollen; irgendwie kamen die Ideen zu den Fortsetzungen von ganz allein. Erst ging es ja um einen ganz „klassischen“ Serienmörder, dann um einen Entführungsfall, später wurden dann auch Vertuschung, Attentate, weibliche Serienmörder, multiple Persönlichkeiten, Mord aus Eifersucht, Stalking und viele andere Themen zum Mittelpunkt der Handlung. Ich habe einfach geschrieben, solange mir etwas eingefallen ist und insgesamt wurden 13 Bände draus. Damit ist jetzt aber auch Schluß!

Wie wichtig ist dir, der Kontakt zu den Lesern?

Kann man sagen, Feedback ist alles? Für mich stimmt das auf jeden Fall. Natürlich freue ich mich, daß Menschen meine Bücher kaufen und ich damit Geld verdienen kann. Aber noch wichtiger ist mir wirklich, daß meine Texte gelesen werden und dem Leser Vergnügen bereiten. Ich möchte, daß sie spannend sind und begeistern. Ich habe festgestellt, daß ich mich über eine Sache noch mehr freue als über Rezensionen, nämlich den direkten Austausch mit Lesern in einer Leserunde. Das ist unmittelbares Feedback und wahnsinnig wertvoll.

Kannst du auch gut mit Kritik umgehen, sprich sie annehmen?

Das ist eine wichtige Fähigkeit, die jeder Autor sich aneignen sollte. Viele Menschen können tatsächlich auch sehr gut kritisieren und ihre Kritikpunkte begründen. Wenn ich verstehe, warum etwas nicht gefallen hat, kann ich daran arbeiten. Dabei ist es gar nicht leicht, das subjektive Empfinden auf eine objektive Ebene zu bringen. Ich habe mich schon geärgert, als einer meiner Fantasyromane schlecht bewertet wurde, weil die Leserin das Gefühl hatte, es wären zuwenig Konflikte vorhanden. Ich konnte es einfach nicht nachvollziehen und dieser Kritikpunkt wurde auch nie wieder genannt, aber natürlich darf jeder seine Meinung haben. Ich würde mir nur wünschen, daß sie auch verständlich formuliert wird und nicht wie in einer Rezension, die ich kürzlich bekommen habe. Da hieß es nur „das Buch ist schlecht und ich habe es abgebrochen“ - mir als Autor hilft das überhaupt nicht, denn das hätte man genau so auch zu jedem anderen Buch sagen können. Aber zum Glück ist so etwas die Ausnahme!

Wenn du mal nicht schreibst, was hast du noch für Hobbies?

Ich zeichne die Helden aus meinen Büchern. Das ist auch ein wichtiger Bestandteil meiner Schreibarbeit, denn nur so werden meine Figuren auch lebendig für mich.
Ansonsten liebe ich es auch, zu lesen und ich bin ein großer Film- und Serienfan. Ich habe eine Sammlung mit über 400 Filmen und lasse mich dort auch gern inspirieren.

Legst du dich beim Schreiben auf ein Genre fest, oder bist du da offen für
Arbeitsplatz von Dania Dicken
neues?

Ich bin da überhaupt nicht festgelegt und arbeite auch bewußt nicht mit Pseudonymen in unterschiedlichen Genres. Ich bin nicht der Meinung, daß Leser so engstirnig sind, daß sie einen Autor nicht in unterschiedlichen Genres schreiben lassen. Angefangen habe ich mit Fantasyromanen, schreibe nun Thriller und interessiere mich auch sehr für Dystopien. Ich würde auch gern mal Historienromane schreiben, aber da fehlt mir Hintergrundwissen.

Bist du Tee oder Kaffeetrinker?

Ehrlich gesagt: Weder noch, aber wenn, dann Tee.

Hat dich das Schreiben irgendwie verändert?

Das Schreiben sorgt bei mir für Ausgeglichenheit. Es ist ein innerer Drang, dem ich nachgehen muß. Ich werde richtig unleidlich, wenn ich nicht regelmäßig schreiben kann. Da ich aber schon sehr, sehr lange schreibe, kann ich nicht sagen, daß es mich verändert hat. Ich war immer so.

Wie entspannst du dich am besten?

Wenn ich entspannen will, verschwinde ich vor dem Fernseher und schaue mir die nächste Episode meiner Lieblingsserie an. Das klappt super.

Ich freu mich schon wahnsinnig auf den nächsten Band mit Andrea.
Verrätst du vielleicht schon etwas darüber?

Na klar, das ist ja nicht geheim! „Yorkshire Infant Ripper“ spielt nur kurze Zeit nach den Ereignissen des dritten Teils; es geht um Serienmorde an Kindern in York. Das ist ein brutaler und blutiger Fall, der Andrea als Mutter sehr nah geht. Aber auch privat hat sie es gerade schwer, denn ihr Mann möchte, daß sie nicht mehr als Profilerin arbeitet. Obwohl Andrea das verstehen kann, steht das für sie nicht zur Debatte, denn sie liebt ihre Arbeit. Da geht es diesmal hoch her … und es passiert etwas, was meine Leser aus den Socken hauen wird. Garantiert!

Welche Person aus deiner Profiler Reihe magst du am liebsten und warum?

Am liebsten mag ich Andreas Mann Gregory. Andrea ist mir manchmal zu stur und zu geradlinig, aber Gregory ist ein herzensguter und sehr geduldiger Familienmensch und liebevoller Vater. Aber auch seine Geduld kennt Grenzen - tritt man ihm zu nah, kann er böse werden. Er weiß also auch genau, was er will. Ohne ihn wäre Andrea nicht das, was sie ist.

Die Cover deiner Bücher gefallen mir richtig gut, hast du da Mitspracherecht?

Ehrlich gesagt mache ich sie alle selbst! Deshalb freut es mich, daß sie dir gefallen. Anfangs war ich unsicher, ob ich das wohl hinkriege, aber ich habe einen entscheidenden Vorteil: Mein Vater ist Grafikdesigner und ich habe mit neun oder zehn Jahren angefangen, mit Photoshop zu arbeiten. Eine richtige Ausbildung in dem Bereich fehlt mir zwar, aber trotzdem stand es für mich außer Frage, daß ich meine Titelbilder selbst gestalte. Dabei ist es wirklich nicht leicht, sich an Genrekonventionen zu halten, ohne dabei austauschbar zu sein.

Ich weiss, ich hätt jetzt noch so viel Fragen, aber ich glaub ich komm jetzt mal besser zum Schluss.
Ich wünsche dir auf deinem weiterem Weg viel Erfolg und wünsch dir ganz viel Inspiration für weitere Bücher.

Vielen lieben Dank, ich habe mich sehr über das Interview gefreut!


 
 Eure Susi Aly

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