Donnerstag, 10. August 2017

[Rezension] Josie Charles - Denkst du gestern noch an mich?


Autor: Josie Charles
Titel: Denkst du gestern noch an mich?
Teil einer Reihe: /
Genre: Liebesroman
Erschienen: 7.Mai 2016
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 978-1533660787
Seitenanzahl: 396
Preis: Taschenbuch 11,99€, Ebook 2,99€
Wertung: 5/5

Bildquelle/Cover: © Josie Charles


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"Die junge Krankenschwester Ranita will nach der Trennung von ihrem untreuen Mann nichts mehr von der Liebe wissen. Aber dann entdeckt sie auf dem Dachboden ihrer Grandma die romantischen Briefe des Soldaten Nathan Davis. Kaum fällt ihr noch ein Foto von ihm in die Hände, verliebt sie sich Hals über Kopf - doch Nate ist ein Mann aus der Vergangenheit, für sie unerreichbar, und an der Zeit lässt sich nicht drehen...
Oder doch?"
Quelle:© Josie Charles





Dieser Liebesroman von Josie Charles ist ein ganz besonderer, der tiefe Sehnsüchte weckt. Alleine der Titel ist schon sehr markant, aber passt doch hervorragend zur Geschichte.

Ich mochte sie unheimlich gern. Allen voran natürlich Ranita. Eine Frau die sehr feinfühlig und  verletzlich ist, aber mit beiden Beinen mitten im Leben steht.
Was ihr in ihrer gegenwärtigen Situation passiert, hat in mir ganz schön den Zorn hochbrodeln lassen, aber ich musste auch häufig vor Unglauben den Kopf schütteln.
Ranitas Freundin Ashley hat mich unheimlich oft zum lachen gebracht, was dem ganzen melancholischen, einen völlig anderen Hauch verlieh. Es wurde eine Spur roomantisch und sehnsuchtsvoll.
Ranita ist eine Frau, die immer für Überraschungen gut ist und mich perfekt durch das Buch geführt hat. Dadurch das wir alles aus ihrer Perspektive erfahren, ergründen wir vor allem ihre Person und das was ihr wichtig ist. Sie entwickelt enorm viel Tiefe.
Josie Charles hat mich mit ihrem fesselndem und bildgewaltigem Schreibstil sofort wieder in den Bann gezogen und mich an die verschiedensten Orte geleitet.
Sie legt sehr viel Leben in das Setting, aber auch in die Grundidee, so das man sich vollkommen darin verlieren kann.

Die Geschichte selbst hat mich von Anfang an gefesselt und mich wirklich nicht unberührt gelassen. Sicher hat das Ganze nicht sehr viel mit Realismus zutun.
Aber allein die Idee die hier zugrunde liegt, hat mir unheimlich gut gefallen.
Auch die Umsetzung ist wirklich gut gelungen, daneben erfährt man auch etwas aus der früheren Zeit, was doch sehr interessant ist.
Die Idee Zeitreisen und ihre Folgen mit einer Liebesgeschichte zu verbinden, hat pure Faszination in mir ausgelöst.
Zu sehen was möglich ist, aber auch wohin es führt, ist manchmal nicht einfach und offenbart so einiges , womit man nicht rechnen würde.

Ranita und Nate sind zwei Personen die völlig einnehmen und die einen in einen riesigen Gefühlsstrudel ziehen, der es in sich hat.
Die Wärme, das Prickeln, aber auch die tiefe Sehnsucht unheimlich gut spürbar.
Veränderungen und Wendungen ziehen sich durch diese Geschichte, die man nicht so erwarten würde und die mich doch überrascht haben. Gerade mit Ranita habe ich unheimlich mitgezittert. Ihre tiefe Liebe, ihr Vertrauen , aber auch ihrer Ohnmacht gegenüber den Dingen die sie nicht ändern kannn, haben mich hinabgezogen und das Leid und die Verzweilfung spüren lassen.
Dieses Buch ist voll von Wahrheiten, Erkenntnissen, die alles aus den Angeln heben, das man daran sprichwörtlich auch noch wächst und mehr über sich und die Szenarie erfährt.
Auch wenn ich es größtenteils vorhersehbar fand, hat mich das in keinster Weise gestört.
Die Spannung war immer vorhanden und vor allem die Emotionen haben mich einfach übeerrollt.

Schlussendlich ein wunderschöner Roman, der zeigt das man auch Träume und Hoffungen haben darf und was alles möglich ist.



Josie Charles hat die Thematik Zeitreisen mit einer Liebesgeschichte unheimlich gut verwoben und dabei so einiges zutage geführt. Aber mich daneben auch in einen Gefühlsstaumel fallen lassen, der mich vollkommen mitgerissen hat.
Ranita und Nate sind einfach ganz besonders und ihre Geschichte ist ebenso.
Eine klare Leseempfehlung.


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