Montag, 11. September 2017

[Autoreninterview inkl. Gewinnspiel] Jürgen Albers

Hey ihr Lieben,

Jetzt ist es schon eine Weile her, das es ein Interview gab und darum wird es endlich Zeit für ein neues.
Ihr erinnert euch, vor einiger Zeit habe ich euch meine Überraschungspost von Jürgen Albers gezeigt, über die ich mehr sehr gefreut habe.
Zu meiner Schande, habe ich es immernoch nicht geschafft "Crossroads" zu lesen.
Es ist einfach immer zu wenig Zeit, aber ich hoffe, ich  schaffe es demnächst doch mal.

Zum Autor, er ist wirklich ein sehr , sehr lieber Mensch .Auf Twitter sind wir ins Gespräch gekommen. Ein Hoch auf die sozialen Netzwerke.
Aber ich weiß ja nicht, wie es euch geht. Aber ich muss mich immer mal wieder aus den sozialen Netzwerken ausklinken. Es ist echt Wahnsinn wie zeitraubend , diese sind. Und wenn ich mich mal ausgeklinkt habe, ist es echt der Wahsinn, wie viel Zeit ich zum lesen auf einmal habe.

So aber genug davon.
ich wünsch euch ganz viel Spaß mit meinem Beitrag.
Und vielleicht kennt ja jemand von euch schon "Crossroads" und möchte mir etwas dazu sagen.
Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen.





Der Autor

Jürgen Albers erkundete bereits als Jugendlicher die britischen Inseln. Die Heimat seines britischen Großvaters kennenzulernen war ein starker Antrieb, sich mit den Menschen und der Geschichte zu beschäftigen. Sein beruflicher Start als Luftwaffenoffizier bescherte dem Autor mehr als ein Jahrzehnt Wanderleben, u.a. mit Stationierungen in Italien und den U.S.A. Nach einigen Jahren als Personalleiter arbeitet Albers heute als Hochschuldozent. Die Liebe zu den britischen Inseln ist geblieben und so werden auch die nächsten Romane dort spielen.
Quelle:©  Jürgen Albers







Genre: Thriller, 616 Seiten, ISBN: 978-1545357613
Taschenbuch 15,99€, Ebook 4,99€
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinunsgstermin: 5.Juni 2017


Darum gehts:
 Juni 1940: Der Frühsommer erstrahlt über der britischen Kanalinsel Guernsey. Für den erfahrenen Londoner Inspektor Charles Norcott scheinen die beschaulichen Inseln im Ärmelkanal keine Herausforderung bereit zu halten. Doch das freundliche Sonnenlicht ist trügerisch und beleuchtet die Leiche einer jungen Frau. Kaum haben die Ermittlungen begonnen, als sich bereits neues Unglück zusammenbraut. Die deutsche Wehrmacht hat Frankreich überrannt und besetzt nun auch die britischen Kanalinseln in einem Handstreich. Nach einem zweiten Mord überschlagen sich die Ereignisse. Auf einer kleinen Insel, abgeschnitten und besetzt vom Feind, muss Norcott erkennen, dass er es mit mehr als einem Gegner zu tun hat. Grenzen verwischen sich und die Welt scheint voller Masken. Auch im hellen Sonnenschein bleibt die entscheidende Frage: Hinter welcher Maske steckt ein Freund, hinter welcher der Gegner?
Quelle: © Jürgen Albers






Vor kurzem ist dein Roman "Crossroads" erschienen. Magst du uns kurz etwas darüber erzählen?
J: Gern. 'Crossroads', ein Kriminalroman, dreht sich zunächst um ein ganz klassisches Motiv: Mord. In diesem Fall den Mord an einer jungen Frau. Schauplatz ist die britische Insel Guernsey im Ärmelkanal. Der Ermittler, Chief Inspector Norcott, ist erst vor kurzem von Scotland Yard auf die Kanalinseln versetzt worden.

Dein Krimi spielt um 1940, wieso hast du dich für diese Zeit entschieden?
J: Mit der Frage sind wir schon beim Besonderen des Buches. Ich hatte ja eben gesagt, eigentlich sieht alles nach einer normalen Mordermittlung aus. Aber die Story spielt im Juni 1940. Also während des 2. Weltkrieges und genau in dem Moment, in dem die deutsche Wehrmacht Frankreich besetzt und an der Kanalküste auftaucht. Noch bevor die Ermittlungen richtig in Gang gekommen sind, besetzen die Deutschen die Kanalinseln und damit ist Norcott allein auf sich gestellt und seine kleine Truppe Ortspolizisten. Was mich fasziniert, ist die Situation des Abgeschnitten seins. Was macht der 'Held', wenn ihn keine mächtige Organisation unterstützt. Und sich, wie in diesem Fall, noch eine feindliche Armee am Ort des Geschehens breitmacht.

Zugleich ist es der Start der Inspector Norcott-Reihe. Wie würdest du diesen Ermittler am treffendsten beschreiben?
J: Charles Norcott ist von einem großen Gerechtigkeitsgefühl getrieben. Er hasst Vorurteile und hat einen Hang zur Perfektion. Bei seinen Ermittlungen nimmt er wenig Rücksicht auf die Macht und den Einfluss anderer, das verursacht immer wieder Probleme. Sein Charme ist eher zurückhaltend.



Du hast deinen Debütroman selbst veröffentlicht. Warum hast du dich für diesen Weg entschieden?
J: Da muss ich ein klein wenig ausholen. Der Roman ist ursprünglich 2012 herausgekommen. Ich habe damals die ganze Ochsentour durch die Verlage gemacht, Exposés geschrieben usw. Das Ergebnis war ernüchternd. Also habe ich mich, auch ein wenig aus Frust und Trotz, entschlossen, das Buch allein herauszubringen, hatte aber keinerlei Ahnung davon, dass Bücher aber eben auch vermarktet werden müssen. Sehr naiv, zugegeben. Im letzten Jahr habe ich mich dann entschlossen, das gesamte Buch zu überarbeiten, neu lektorieren zu lassen, ein neues Cover wurde erstellt. Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden, hatte aber nach all der Mühe wenig Lust, noch einmal die Tour durch die Verlage zu machen. Ich wollte es allein schaffen und bis sehr stolz auf das Ergebnis, wenn ich das sagen darf.

Warst du sehr aufgeregt vor der Veröffentlichung und wie empfindest du die ersten Meinungen dazu?
J: O ja, absolut; sehr aufgeregt! Wie gesagt, es war schon ein sehr großer Arbeitsaufwand, nicht nur von mir. Meine Lektorin, dann meine Designerin Tina Köpke, die ein wirklich geniales Cover geschaffen hat, meine Betaleser, alle miteinander hatten so viel Arbeit in das Projekt gesteckt - und wir waren alle sehr gespannt auf die ersten Rezensionen. Und nochmal ja: ich bin sehr zufrieden mit den Reaktionen. Das Buch hat bisher in keiner Rezension weniger als 4 Sterne bekommen; bei der großen Amazone liegt es bei 4,7 Sternen. Das ist ein sehr ordentlicher Wert, meine ich.

Bist du ein Mensch der mit Kritik umgehen kann? Wenn ja, wie nutzt du diese?
J: Da würde ich gern differenzieren wollen. Fachliche Kritik, von meinen Betalesern oder Buch-Bloggern nehme ich sehr ernst, kann aber damit auch gut umgehen. Auch wenn es manchmal harte Einschnitte nötig macht. Bei unsachlicher, aber vor allem bei unspezifischer Kritik ist das schwieriger für mich.

Crossroads soll kein Einzelband bleiben, demzufolge sitzt du bereits am Folgeband "Erased". Hast du Lust uns einen kleines Einblick zu geben?
J: Stimmt, ich sitze fleißig an 'Erased'. Der Nachfolgeband, der 1947 in Oxford spielt, soll möglichst noch in diesem Jahr erscheinen. Superintendant Norcott, inzwischen befördert, bekommt es mit einem arroganten Wissenschaftler und gleich einem ganzen Haufen an Verdächtigen zu tun. Er soll das Schlimmste verhindern, aber kämpft gegen die Zeit. Für ihn wird es gefährlicher und temporeicher.



Da ich ja nicht nur Bücher interessant finde, sondern auch die Menschen dahinter.
Was bist du selbst für ein Mensch? Wie würdest du dich charakterisieren?
J: Immer eine der schwierigsten Fragen. Ich halte mich für humorvoll und für verlässlich. Eine hohe Arbeitsdisziplin, wenn es sein muss. Wenn ich mich in ein Projekt verbohre oder Not am Mann ist, kann ich sehr lange Strecken gnadenlos durcharbeiten. Ich habe früher sehr viel Ausdauersport betrieben, da liegt der Schalter im Kopf. Wie beim Schreiben. So ein Romanprojekt braucht viel Zeit, manchmal Jahre der Recherche. Wer nach ein paar Wochen keine Geduld hat, ist verkehrt im Job. Das setzt auch die Fähigkeit und Bereitschaft voraus, sich selbst das letzte abzuverlangen.

Welche Lektüre bevorzugst du privat und bei was kannst du am besten entspannen?
J: Wenn ich darf, fange ich mal hinten an. Am besten entspannen kann ich beim kochen. Ich habe schon als Jugendlicher mit dem kochen angefangen und zum Abschalten ist es immer noch die Lösung Nr. 1 für mich. Sogar noch vor dem Lesen. Ich experimentiere viel in der Küche, im Moment habe ich die burmesische Küche am Wickel und erkunde sie Stück für Stück. Was ich selbst lese? Auch keine einfache Frage, weil ich sehr breit lese. Sehr viel klassische Krimiliteratur: Agatha Christie, Dorothy L. Sayers, aber auch George Simenon. Dann auch immer wieder Fantasy: Naomi Novik und ihre Drachensaga, Jonathan Strouts Bartimäus liebe ich heiss und innig. Natürlich Harry Potter, aber auch Ben Aaronovitch. Wie gesagt, sehr breit. Andere Genre mischen sich immer wieder darunter. Und auch wenn ich jetzt viele 'große' Namen genannt habe, ich lese sehr viele Bücher von Self-Publishern oder Kleinverlagen. In letzter Zeit z.B. 'Lauras Parfum' von Constanze Scheib und 'Zwielicht" von M.D. Grand.

Bist du eher spontan oder eher der Planer?
J: Ohje... wieder eine dieser Fragen. Also ich bin mal ehrlich: Ich bin sehr spontan. Mein Sternbild sind die Zwillinge, ich springe sehr schnell von einem Gedanken zum anderen. Aber - mit einem Brotjob, der mich sehr in Anspruch nimmt und dem Schreiben dazu - da muss ich einfach planen. Mit zwei Fulltime-Jobs geht es nicht anders.

Hast du einen chaotischen oder ordentlichen Arbeitsplatz?
J: Ein Außenstehender würde mein Arbeitszimmer und meinen Schreibtisch wohl als chaotisch bezeichnen. Aber alles hat seinen Platz und ich kann auch gut damit umgehen. Ich brauche auch die Buntheit, ein leerer, aseptischer Arbeitsplatz wäre mir ein Graus, das würde mich blockieren.

Was für ein Erlebnis war für dich besonders prägend, witzig oder einfach für dich besonders?
J: Sehr schwierig, das einzugrenzen. Vielleicht ganz pauschal: Auslandsreisen bewegen mich immer. Zu sehen, dass Menschen an anderen Orten Dinge ganz anders bewerten, als wir es hier tun. Ich habe ein Jahr in den U.S.A. gearbeitet und auch sonst schon eine ganze Reihe von Ländern gesehen. Man fliegt eine Zeit, steigt aus und plötzlich hat vieles, manchmal alles seinen Wert verändert. Das lässt mich immer nachdenklich zurück.

Worauf dürfen wie uns bei dir noch in Zukunft freuen ?
J: Also zunächst auf 'Erased' und dann im 1. Halbjahr nächsten Jahres der dritte Band der Norcott-Reihe. Hier wird es tropischer. Die Haupthandlung spielt in Ostafrika und einem weiteren Kontinent. Ich möchte noch nicht zu viel verraten. Außerdem spukt seit einer Weile ein Fantasy-Projekt in meinem Kopf herum. Da wird es um eine eher ungewöhnliche Wohngemeinschaft in Hamburg gehen.

Ich merke ,ich schieße schon wieder übers Ziel hinaus, daher komme ich jetzt mal zum Schluss. Ich wünsch dir für deinen weiteren Weg alles Glück der Welt und wünsche dir viel Erfolg in deiner Tätigkeit als Autor. Danke, das du mir deine Zeit geschenkt hast.




Als besonderen Bonus habt ihr jetzt noch die Chance etwas zu gewinnen.
An dieser Stelle meinen großen Dank an Jürgen Albers, der dies möglich macht.
 Dazu habe ich hier eine kleine Leseprobe für euch, sagt mir wie ihr diese empfindet und was daran am meisten eure Neugier entfacht.

Hinterlasst mir eure Meinung im Kommentarfeld und schon landet ihr im Lostopf.
Ich drücke euch ganz feste die Daumen :) 



Leseprobe
 
Die Mittagsstunden in Norcotts Büro zogen sich quälend langsam dahin. Das Telefon schwieg und auch sonst kamen weder gute noch schlechte Nachrichten. Der Chief Inspector saß an seinen Schreibtisch und machte wieder einmal einen neuen Ansatz, um dem ungeliebten Papierberg auf seinem Schreibtisch zu Leibe zu rücken.
Es war gegen halb zwei, als ihm der Geduldsfaden riss. Er beschloss, den Eltern William Henleys einen Besuch abzustatten. Vielleicht würde er von ihnen etwas mehr über Nora und William Henley erfahren. Die verborgenen Zimmer, wie Mrs. O'Meare es genannt hatte, der beiden Henleys beschäftigen Norcott. Irgendjemand in dieser Familie musste doch zum Reden zu bringen sein. Er nahm seinen Hut vom Haken, öffnete schwungvoll die Bürotür und wäre fast mit Constable Haydon zusammengestoßen, der davor stand.
Wenn nicht schon sein triumphierendes Gesicht Bände gesprochen hätte, so behielt er die gute Nachricht nicht lange für sich: »Ich hab sie! Sie ist auf der verdammten Liste. Sie wollte weg und ihn verlassen.«
»Und er ist nicht auf der Liste?«
Haydon war Feuer und Flamme und noch ganz außer Atem. »Entschuldigung, Sir … ich … muss erst mal wieder Luft bekommen.«
So atemlos er war, so sehr strahlte er die Zufriedenheit des Anglers aus, wenn nach zähem Warten der Fisch an der Angel hing. »Nein, Mr. Henley ist sicher nicht auf den Listen. Alle, die sich evakuieren lassen wollten, mussten ausdrücklich angeben, ob und welche Familienangehörigen sich ebenfalls evakuieren lassen wollten. Und sie hat angegeben, dass sie allein geht. Und ich habe auch alle anderen Listen doppelt kontrolliert. Aber …« Er musste wieder nach Luft schnappen und Norcott war sich nicht sicher, ob immer noch der Dauerlauf vom Hafen die Ursache war oder die Neuigkeiten.
»Aber das ist sowieso nicht der Knaller! Die Leute mussten auch angeben, ob sie Verwandte oder Freunde haben, wo sie in England unterkommen können oder ob sie sonst wie versorgt sind. Und jetzt lesen Sie mal, Sir, was die kleine ...«, er schluckte das Wort herunter. »Ich wollte sagen, was Mrs. Henley geschrieben hat!« Er hielt Norcott den Registerbogen hin.
Norcott las den Eintrag. Dann ging er wortlos zu dem Stahlschrank in seinem Büro, schloss ihn auf und nahm seine Dienstwaffe samt Holster heraus.
»Nehmen Sie Ihre auch mit, wir gehen jetzt Mr. Henley besuchen!«


Der Gewinn
  

1 Krimipaket bestehend aus 
1 Kaffeebecher , 1 Printexemplar inkl. Lesezeichen

Und wenn es reichlich Kommentare gibt, dann wird sogar noch ein Printexemplar inkl. Lesezeichen zusätzlich verlost.

Teilnahmebedingungen
Das Gewinnspiel läuft bis zum 17.09.2017 um 23:59 Uhr
Am Folgetag also am 18.09. erfolgt die Bekanntgabe des Gewinners.
Im Gewinnfall muss sich der Teilnehmer innerhalb von 5 Tage bei mir gemeldet haben, sonst wird neu ausgelost.
Der Gewinner wird per Losverfahren ermittelt.
Nur Teilnehmer mit Wohnsitz in Deutschland
Teilnahme ab 18, oder mit Erlaubnis der Eltern
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend wieder gelöscht.
Ich freu mich sehr darüber wenn ihr Leser meines Blogs seid, oder es auf den sozialen Netzwerken teilt. 
Dies ist jedoch nicht Teil der Teilnahmebedingungen.

~ Susi Aly ~

Kommentare:

  1. Hallo,

    die Leseprobe klingt schon mal spannend. ;)

    LG
    SaBine

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  2. Hallo ,

    vielen Dank für den interessanten Interview.
    Die Leseprobe klingt interessant und ich bin gespannt
    wie es weiter geht.Ich lese gern Bücher mit englischen Detektiven.
    Ich springe gern in den Lostopf.

    Liebe Grüße Margareta (Stern44 )
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  3. Hört sich toll an.
    Bin ganz gespannt wie es weiter geht.

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  4. Hallo,
    tolles Interview.Ich kenne den Autor gar nicht,aber Geschichten von früher und England mag ich sehr.
    Liebe Grüße
    Monika

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