Sonntag, 3. Dezember 2017

[Rezension] Marie Adams - Glück schmeckt nach Popcorn

Autor: Marie Adams
Titel: Glück schmeckt nach Popcorn
Teil einer Reihe: /
Genre: Gegenwartsliteratur, Liebesroman
Erschienen: 20.November 2017
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3734104947
Seitenanzahl: 320
Preis: Taschenbuch 9,99€, Ebook 8,99€
Wertung: 4/5
Bildquelle/Cover: © Blanvalet Verlag 









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" Vorhang auf für einen wunderbaren Roman über Glück, zweite Chancen und ganz viel Kino!

Martha führt ein kleines, aber renommiertes Programmkino – in dem sich allerlei Intellektuelle, Filmkritiker und Cineasten tummeln. Wie die meisten ihrer Gäste glaubt sie nicht an Happy Ends. Die gibt es im echten Leben schließlich auch nicht. Als ihre Mitarbeiterin und beste Freundin Susanna schwanger wird und der Liebe wegen wegzieht, gibt sie dem jungen Filmstudenten Erik eine Chance. Doch schon bald treibt er sie mit seinem Optimismus in den Wahnsinn. Er arbeitet nicht nur hinter den Kulissen an seinem Gute-Laune-Debüt, sondern möchte Martha auch noch davon überzeugen, dass das große Glück auch jenseits der Leinwand möglich ist … "
Quelle:© Blanvalet





Auf den neuen Roman von Marie Adams habe ich mich sehr gefreut und gerade in der kalten Zeit passt er einfach perfekt.
Er bringt eine tolle Wohlfühl Atmosphäre mit, die man sofort spürt und es dauert auch nicht lange und man erfährt mehr über das Lichtspielhaus und seine Geschichte. Das ist aber nur ein erster Anreiz, damit man den Hauptort besser kennenlernen kann.
Es ist Marthas Geschichte.
Ihr Leben erhält ein Umbruch als sie jemand neues für ihr Lichtspielhaus sucht, weil Susanna neue Wege geht.  Ein Moment in dem sich die Leben von Martha und Erik kreutzen. Zwei Menschen die auf den ersten so verschieden und gegensätzlich sind, doch im Herzen so viel gemeinsam sind.
Es folgt eine Zeit voller Stolpersteine, Missverständnisse und manchmal geht man Umwege um das Glück und die Liebe ganz neu kennenzulernen.
Alleine durch das Lichtspielhaus mochte ich Martha gleich sehr gern.
Es hat einfach das ganz gewisse Etwas. Bringt altes, neues und viel Romantik mit.
Es eröffnet neue Türen und Wege und schenkt Romantik und Sehnsucht. Ein Ort an dem neue Gechichten entstehen können.
Manchmal sogar für das Leben.
Marthas Art hat es mir jedoch zunächst etwas erschwert mit ihr warm zu werden.
Sie war mir zunächst zu verbittert, was natürlich anhand ihres Hintergrundes gut zu verstehen ist und dennoch hätte ich mir da etwas mehr Leichtigkeit gewünscht. Mit ihrer Kühle dagegen kam ich gut zurecht und wusste einfach, ich würde etwas brauchen um ihren Panzer zu durchbrechen.
Im Laufe der Zeit wurde sie lockerer und nicht mehr ganz so verbissen und unter ihrer Schale kam einfach etwas sehr schönes zu Vorschein.
Erik hingegen habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er ist sehr weich, hat Ziele und Träume, von denen er sich nicht abbringen lässt und doch muss er sich trotz allem noch ein stärkeres Fell zulegen. Man merkt ihm seine Unerfahrenheit noch an und wenn ich ganz ehrlich bin, mochte ich gerade das sehr gern. Im Laufe des Buches macht er eine spürbare Entwicklung durch, die ich sehr schön fand.
Seine Familie hingegen ist etwas ganz besonderes und hat mich doch hin und wieder zum schmunzeln gebracht, was das Ganze doch ziemlich aufgelockert hat.

Man erfährt hier die Perspektiven von Martha und Erik. Was ansich sehr schön ist, da man sie beide kennenlernen kann, sie an Tiefe gewinnen und einfach präsenter werden. Mit dem Perspektivenwechsel hatte ich jedoch auch Probleme, da es manchmal zu abrupt war und keine klare Linie zu verzeichnen war. Doch nach einiger Zeit gewöhnte ich mich daran und konnte mich in die Story fallen lassen.
Die Autorin hat dabei wie gewohnt einen sehr fließenden, leichten und einnehmenden Schreibstil, der mich wirklich toll durch das Geschehen begleitete.
In ihrem neuen Buch erzählt sie über Verluste, Neubeginne und den Mut nach vorne zu schauen, auch wenn viel Schmerz in einem wohnt.
Und Schmerz und Traurigkeit gibt es hier einiges, was dem Ganzen jedoch auch etwas melancholisches und einen Hauch von Sehnsucht gab.
Aber es geht auch darum neue Wege einzuschlagen, mit Herausforderungen umgehen zu lernen. Und natürlich geht es um Freundschaft und Liebe.
Hier empfand ich die Liebe nicht als berauschend und alles verändernd schön. Sie kam sanft und leise und legte sich wie ein wärmender Mantel um das Lichtspielhaus.
Das hat dem ganzen viel Wärme und Zuversicht geschenkt. Die traurigen und verzweifelten Gedanken in den Hintergrund gedrängt und einfach etwas neues und wunderschönes geschaffen.
Die Charaktere sind authentisch, greifbar und besonders Erik war für mich sehr gut zu fühlen. Man kann sich mit ihnen identifizieren, sich in sie hineinversetzen und sie einfach verstehen. Sie sind nicht perfekt und gerade deshalb, erfüllt es die ganze Story mit Leben.

Martha und Erik haben beiden auf ihre Weise mit Herausforderungen zu kämpfen. Man begleitet sie und ist gespannt ob sie es am Ende zu einem guten Abschluss bringen werden.
Und daneben spielt auch die Vergangenheit eine große Rolle, dieser Aspekt hätte jedoch gern noch weiter ausgebaut werden können.
Die Handlung ist sehr abwechslungsreich gehalten. Man wird auch mal mit ernsten Themen konfrontiert, was ich als sehr gut erachte.
Man darf mitfiebern, schmunzeln und sich einfach wohlfühlen.
Ein Buch das dem Herzen nahekommt mit seiner Grundidee und sehr schön ausgearbeitet wurde.
Es ist vorhersehbar keine Frage, was aber der Spannung keinen Abbruch tut und man trotz allem sich darin sonnt.
Ein toller Wohlfühlroman, der einfach Spaß macht und den kalten Alltag etwas wärmer macht.



Marie Adams hat mit "Glück schmeckt nach Popcorn" wieder einen tollen Roman geschaffen.
Es ist ein Wohlfühlroman, der einfach Spaß macht und den kalten Alltag etwas wärmer macht.
Er ist romantisch, ein wenig kühl, voller Sehnsucht  und einfach mit einer tollen Wohlfühl Atmosphäre behaftet.
Ich mochte ihn sehr gern, auch wenn er für mich noch die ein oder anderen Stolpersteine beinhaltete.
Voller Träume, Hoffnungen und Liebe.
Und den Mut das Leben zu bewältigen, egal was kommt. Nach vorne zu schauen und vielleicht mal etwas ganz neues zu wagen.


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