Sonntag, 30. März 2014

Rezension: May B. Aweley - Puppenbraut

Autor: May B. Aweley
Titel: Puppenbraut
Seitenanzahl: 222
Sprache: deutsch
ISBN - 10: 1490432175
ISBN - 13: 978-1490432175
Preis: 8,99€
Format: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 14.06.2013

Inhalt:  Zoey Andrews verschwindet an einem warmen Herbsttag aus einem Park mitten im Herzen von New York City. Es gibt keine Zeugen. Die Cops des New York City Police Departments halten das Mädchen für das dritte Opfer des von ihnen spöttisch genannten „Dolly-Lovers“. Für die Journalistin Doreen Bertani beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie hat exakt sieben Tage, die Antwort auf die Frage zu finden: Wie weit würdest du für das Leben eines fremden Kindes gehen?

Ablauf und Handlung: Ein 11jähriges Mädchen wurde entführt, doch sie ist nicht das erste Opfer.
Doreen Bertani und Raffaella Bertani gehen dem Fall sehr intensiv nach und bringen sich dabei in höchste Gefahr. Ungewöhnlich das Ehepaar, das den Fall verfolgt Doreen ist eine Journalistin und Raffaella eine Psychologin. Die beiden stehen im Zentrum des Buches zusammen mit dem Täter und der kleinen Zoe.
Erzählt wird aus der Sicht von Doreen und Raffaella und zum anderen aus der Sicht des Täters.

Meine Meinung: Ein sehr subtiler Thriller der an die Grenze der eigenen Belastbarkeit geht, gerade wenn man selbst Kinder hat, geht es einem schon emotional sehr nahe.
Gekonnt versteht es die Autorin, die beiden Frauen ermitteln zu lassen, aber dennoch zu zeigen, das sie nicht alleine sind. Das FBI (dem Raffaella angehört) ermittelt ebenfalls auf höchster Ebene.
Die Spannung baut sich sofort ins unermessliche auf und verliert zu keinem Zeitpunkt an Fahrt. Es passieren immer wieder unvorhergesehene Wendungen und einem verblüffenden Ende, das auch ich so nicht erwartet habe. Das macht das Buch für mich zu einem echten Pageturner, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Ich muss ehrlich gestehen, ich finde das Buch unglaublich gut. Genial gestrickt und die beiden Ermittler hab ich sofort in mein Herz geschlossen. Bei mir lief alles wie in einem Film ab und ich wollte endlich wissen, wer der Täter ist.
Ungewöhnlich und schön fand ich das die beiden Frauen ein Ehepaar sind, sowas hatte ich bisher noch nicht. Die beiden gewinnen auch sehr viel an Menschlichkeit, gerade weil sie auch nur Menschen sind und eben nicht perfekt.
Mich persönlich haben nur die ganzen Anführungszeichen etwas gestört, hätte nicht sein müssen. Aber ok darüber kann man hinwegsehen, das macht das Buch in meinen Augen nicht schlechter.
Es ließ sich sehr flüssig lesen und es wäre toll, wenn man die beiden Ermittler vielleicht im nächsten Buch wiederfinden würde.


Montag, 10. März 2014

Rezension: Rosa Mord von Nadja Quint

Der zweite Fall für Evelyn Eick
Der Düsseldorfer Geschäftsmann und Schwulenrechtler Bernd Brook genießt hohes Ansehen für sein soziales Engagement. Eines Morgens liegt er erdrosselt im Park, den Mund voller rosa Farbe.
Dies ist nur einer von zwei ritualisierten Mordfällen an homosexuellen Männern, mit deren Ermittlung die Düsseldorfer Hauptkommissarin Evelyn Eick vollauf beschäftigt ist. Sie vermutet bereits eine Serie, hinter der ein geistesgestörter Täter steckt, doch ein dritter Mord, nach ähnlichem Ritual ausgeführt, passt plötzlich nicht mehr in das Schema.
Auch Evelyns Privatleben verläuft nicht ausschließlich harmonisch. Ihr Vater ist inzwischen verstorben, und ihre Beziehung mit Lars, dem Rechtsmediziner, wird von dessen Töchtern aus erster Ehe skeptisch betrachtet. Die beiden Teenager wünschen sich, dass ihre Eltern sich wieder versöhnen, und Evelyn fühlt ihre Liebe zu Lars bedroht.
Als Evelyn schließlich glaubt, ihre drei Kriminalfälle gelöst zu haben, hört das Morden trotzdem nicht auf, und langsam aber sicher deckt sie ein menschliches Drama auf, dessen Wurzeln bis in die Fünfziger Jahre zurück reichen.
ROSA MORD thematisiert die Grenzen der Toleranz zwischen Menschen mit unterschiedlichem Lebens ideal in ihrer Gier nach Geld, Macht und Liebe.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen.
Das ist das erste Buch der Autorin das ich gelesen habe.
Ich war auch schon direkt drin im Geschehen, jedoch war mir von Anfang an klar, das der Mörder nicht in der Homosexuellen - Szene zu finden war.
Vielmehr hab ich ein persönliches Motiv hinter dem ganzen vermutet. Jedoch lag ich mit meinem ersten Verdacht , erstmal gründlich daneben.
Irgendwann änderte dann das Buch seine Richtung, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da sowas in meinem Augen erst einen guten Krimi ausmacht.
Die Auflösung am Schluss hat mich dann doch ziemlich erschüttert, mit sowas hatte ich selbst in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet.
Aber daran sieht man auch mal wieder, wie tief die Abgründe der menschlichen Seele gehen und das nie etwas ist, wie es scheint.
Die Ermittler waren mir sympathisch, wenn ich auch nicht von Anfang an eine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte, so konnten sie dennoch mein Herz im Laufe des Buches erwärmen. Einzig anmerken würde ich jetzt vielleicht dabei, daß mehr Ecken und Kanten den Ermittlern nicht geschadet hätten, war in meinen Augen zuviel Friede, Freude, Eierkuchen, gab irgendwie keine Konkurrenz oder Antipathie, sowas ist  im wahren Leben eigentlich nicht zu finden, aber dafür wurde mein Schmunzelfaktor desöfteren mal erhöht.
Insdgesamt ein sehr tolles Buch, zunächst als einfache Geschichte getarnt, man wurde in eine Richtung gelockt und unversehens mit einmal in eine andere Richtung geschleudert, absolut brilliant.
Ich denke ich werd mir von der Autorin noch mehr zu Gemüte führen.
Ein gut geschriebener Kriminalroman der es geschafft hat, mich von Anfang an zu fesseln.