Donnerstag, 15. Mai 2014

Rezension: Als wir unsterblich waren von Charlotte Roth


Quelle: amazon


 Ein Muss für jeden der Lebensgeschichten mag, die sich rund um die Kriegzeit drehen.

Es ist eine Geschichtsstunde die uns in den Bann schlägt.

Autor:Charlotte Roth
Titel: Als wir unsterblich waren
Verlag: Knaur TB (2.Mai 2014)
Sprache: deutsch
Preis: 9,99€
Seitenanzahl: 576
ISBN - 10: 3426512068
ISBN - 13: 978-3426512067

Klappentext:
  November 1989. »Willkommen in Westberlin«, dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alex­andra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird.
 
Ablauf und Handlung: 
"Als wir unsterblich waren" erzählt das Schicksal einer Frau namens Paula , das 1912 begann und bis ins Jahr 1989 reichte.
 Aber damit ist es nicht getan. Denn diese Geschichte beeinflusst das Leben der Generationen die folgen. Nicht nur Paulas Familie ist betroffen. Dieses Buch ist jedoch auch eine sehr gute Geschichtsstunde. Es spielt kurz vor dem ersten und kurz vor dem zweiten Weltkrieg.
Es ist eine tragische Lebensgeschichte und zeigt uns was  der Krieg und  die Umstände aus Menschen machen. Der Krieg hinterlässt immer Spuren, daß ist uns hier sehr eindrucksvoll vorgeführt worden.
Ein Buch das bewegt.
Dennoch hat es die Autorin geschickt verstanden, Schmunzelaspekte mit einfließen zu lassen. Das hat das ganze noch etwas aufgelockert.
Dieses Buch übt eine Magie aus, die sofort ab der ersten Zeile auf den Leser übergreift und ihn bis zur letzten Zeile nicht mehr loslässt.
Man sollte sich für dieses Buch sehr viel Zeit nehmen. Es ist mit einer Intensität geschrieben, die verlangt, daß man sich ausschließlich ihm widmet.
Man spürt richtig wieviel Herzblut die Autorin in dieses Buch gesteckt hat.
Man sollte auch immer mal wieder Pausen einlegen um das ganze zu verinnerlichen und zu verstehen.
Hier drin steckt sehr viel Leben das spürbar ist, man kann alles direkt vor sich sehen und startet ein Kopfkino.
Ein Buch das in Erinnerung bleiben wird.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat von Anfang an, einen Sog auf mich ausgeübt.
Ich war gefesselt, berührt, wütend, tränennass und ja ich durfte auch hin und wieder schmunzeln.
Anfangs hat mich nur Alex in ihren Bann gezogen.
Das hat sich jedoch relativ schnell gelegt. Denn auf einmal war es Paula und ihre Geschichte die mich nicht mehr losgelassen haben und es auch jetzt noch nicht tun.
Es ist soviel Tragik dabei, die mich erschüttert.
Ein Buch das ich nie vergessen werde.
Ich finde das Cover und den Titel sehr gelungen. Es spiegelt den Inhalt des Buches sehr gut wieder. Und man bekommt Lust darauf es zu lesen.
Dieses Buch müsste mehr als volle Punktzahl bekommen. Ich habe nichts zu bemängeln.

Sonntag, 4. Mai 2014

Rezension: Ursula Schmid-Spreer und Christine Schneider - Der Tote vom Silbersee

Vielen lieben Dank an Ursula Schmid-Spreer  für dieses tolle Buch.
Es zählt schon jetzt zu meinen Lieblingsbüchern.

Ein Krimi der gelesen werden muss.
Er hat mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.






Autoren: Ursula Schmid-Spreer und Christine Schneider
Titel: Der Tote vom Silbersee
Seitenanzahl: 200
Verlag: Edition Oberkassel
Erscheinungsdatum: 3.03.2014

Preis: 11,99€
ISBN - 10: 3943121372
ISBN - 13: 978-3943121377

Inhalt:
  Die Schweizerin Lena Wälchli nimmt an einer Fortbildung in Nürnberg teil. Immer dabei ist ihr Terrier Trixi. Bei einem Spaziergang um den Dutzendteich lernt sie den drogensüchtigen Punk Andy und seinen Kampfhund Lord kennen. Eines nachts findet Trixi in einem der Dutzendteiche, dem Silbersee, eine Leiche. Wie sich herausstellt, ist es der Reporter, Friedhelm Suser. Die Kommissarin Belu Nürnberger geht von einem Selbstmord aus, da Suser psychisch angeschlagen war. Lena glaubt nicht daran, zumal ihr der Name einer Person zugeflüstert wird, die das Sagen in der Hundekampfszene hat. Sie recherchiert weiter, handelt sich damit jede Menge Ärger mit der Kommissarin ein. Nachdem einer ihrer Tippgeber tot aufgefunden wird, gerät selbst Lena in tödliche Gefahr.

Aufbau und Handlung:
Lena und ihr Hund Trixie finden eine Leiche.
Sie freundet sich mit dem jungen Punker Andy und seinem Hund Lord an.
Lena wird immer mißtrauischer was die Leiche im Silbersee angeht.
Sie beginnt zu ermitteln.
Das ganze wird für sie zu einer wahren Obsession.
Sie führt schreckliches zutage und begibt sich in größte Gefahr.
Wird sie dem ganzen trotzdem ein Ende setzen können?

Wer denkt, es handelt sich hier um einen typischen Krimi, der irrt.
Die Geschichte ist viel komplexer, als es zunächst den Anschein hat.
Das Buch beginnt sofort sehr spannend, nimmt immer mehr an Fahrt zu um dann in einem spannendem Finale seinen Abschluss zu finden.
Der Leser wird immer wieder in neue Richtungen geführt.
Das Buch zeigt uns die Abgründe der menschlichen Seele auf und macht uns klar, was gewisse Umstände aus uns machen können.
Wir entwickeln Mitgefühl, wo es eigentlich nicht angebracht ist.
Der flüssige, spannende Schreibstil und die relativ kurzen Kapitel lassen uns dieses Buch schnell durchlesen.
Die Geschichte übt einen Sog auf uns aus, dem sich keiner entziehen kann und der uns sprachlos zurücklässt.
Die Protagonisten sind sehr authentisch und lebendig dargestellt.
Wir befinden uns schnell mitten im Buch und sind hilflos unseren Emotionen ausgeliefert.
Es ist nichts für zartbesaitete Nerven, Tierliebhaber werden dabei an ihre Grenzen stossen.
Das Buch spielt in Gegenwart und Vergangenheit, was das Verstehen noch leichter macht.
Erzählt wird aus der Sicht von verschiedenen Personen, so kann man sich noch besser in das Buch reinfinden.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich sehr in den Bann gezogen und es hat mich nicht mehr losgelassen.
Ich bin wirklich erschüttert und muss jetzt noch darüber sinnieren.
Ich hab gelacht, geweint und hatte auch Angst.
Lena ist mir besonders ans Herz gewachsen, sie ist eine sehr beeindruckende Persönlichkeit.
Es hat mich erschüttert, was Umstände aus Menschen machen können.
Ich kam dem Täter relativ schnell auf die Spur, aber nur weil ich immer nach dem Unmöglichem suche.
Ich denke mir, viele Leser werden überrascht sein.
Ein absolutes Muss für jeden Krimifan.
Ich kann nichts negatives an diesem Buch entdecken, deshalb gibt es volle Punktzahl.  

Samstag, 3. Mai 2014

Rezension: Peter Hellinger - Haus der 13 Mörder

Heute durfte ich mal eine Anthologie rezensieren.
Ich habe das Buch von Frau Ursula Schmid-Spreer bekommen und bedanke mich herzlichst bei Ihr dafür.
Es war mir ein besonderer Lesegenuss.
Ich lese ja sonst nur Bücher die von einem Autor verfasst wurden.
Ich fand dieses daher ganz besonders interressant.

Eine absolut spannende Anthologie die sich keiner entgehen lassen sollte.
Nichts ist wie es scheint.






Quelle:amazon
Herausgeber: Peter Hellinger

Über den Autor und andere Mitwirkende: Idee: Ursula Schmid-Spreer und Anne Hassel Geschichten von: Anne Hassel, Ursula Schmid-Spreer, Alex Conrad, Inge Steinmüller, Josef Rauch, Gerald Kaliwoda, Florian Sußner, Petra Embacher, Michael Kress und Simone Jöst.
Titel: Haus der 13 Mörder
Seitenanzahl: 164
Verlag: art & words
Erscheinungsdatum: 28.02.2014
Sprache: deutsch
Preis: 11€
ISBN - 10: 3943140334
ISBN - 13:  978-3943140330

Inhalt:
  Siegfried Krötz, Hausmeister in einem Hochhaus am Nürnberger Wöhrdersee, scheint ein ausgesprochenes Ekelpaket zu sein, mit schief sitzendem Toupet, Blaumann und immer einem blöden Spruch auf den Lippen. Er kann Menschen offensichtlich nicht leiden und Hausbewohner schon gleich gar nicht. Nicht einmal vor der alleinerziehenden Mutter mit ihren drei Jungs macht er halt. Das Lehrerehepaar hat es ihm besonders angetan und der italienische Clown Andrea wird von Krötz ob seines weiblichen Vornamens aufgezogen. Wenn er es wenigstens bei Verbalattacken belassen würde! Nein, weit gefehlt: Mal setzt er den Fahrstuhl außer Betrieb und dreht auch gerne mal die Treppenhausbeleuchtung ab. Ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse, gegen den jeder der 13 Hausbewohner Mordgelüste hegt. Eines Tages liegt Krötz tatsächlich tot in seinem Werkzeugkeller. Eigentlich ein klarer Fall von Lynchjustiz doch nichts ist so wie es scheint, im Haus der 13 Mörder ...

Aufbau und Handlung:
Wir bekommen geschildert, warum jeder der Hausbewohner einen Hass auf Krötz entwickelt.
Und es wird dabei so authentisch und realitätsnah beschrieben, dass wir direkt mittendrin im Buch sind.
Dieses Buch erinnert ein bisschen an die ursprünglichen Krimis.
Es macht uns klar, daß sowas jeden von uns treffen kann.
Und einem Krötz kann jeder von uns begegnen.
Aber was anfangs relativ klar geschildert wird, lässt in uns die Frage aufkommen.
Ist es wirklich so einfach?
Aber das Leben lehrt uns, nichts ist einfach.
So auch in diesem Krimi.
Der Schreibstil ist flüssig geschrieben, man fliegt förmlich durch die Seiten.
Die Kapitel sind kurz, was das ganze noch reibungsloser gestaltet.
Interessant ist, daß verschiedene Autoren die Personen verkörpert haben.
Hätte ich es nicht gewusst, mir wäre es nicht aufgefallen.
Da alles nahtlos ineinander übergeht und perfekt harmoniert.

Meine Meinung:
Mit seinen 164 Seiten ist dieses Buch ein eher kurzweiliges Vergnügen.
Aber das sich mit jeder Zeile lohnt.
Ein durchaus faszinierendes Bucvh, daß mich gefesselt hat und von dem Ende war ich auch etwas überrascht. Das hatte ich so nicht vermutet.
Aber bei 13 Personen ist es auch verdammt schwer eine Vermutung anzustellen.
Das war meine erste Anthologie und ich bin wahrlich begeistert, wie perfekt die Autoren miteinander harmonieren.
Ein absolutes Lesevergnügen, daß sich keiner entgehen lassen sollte.