Montag, 22. September 2014

ein paar Worte zum Thema Rezensionen

Heute zum Montag gibt es von mir mal ein paar klärende Worte zu Rezensionen und meine Sicht darauf.
Ich wurde schon oft gefragt, wie man Rezensionen schreibt.
Nun deshalb schreibe ich diesen Artikel.
Ich hoffe er hilft euch weiter.

Warum schreibt man Rezensionen?
Ich schreibe Rezensionen weil sie mir in erster Linie Spass machen. Es ist einfach schön, alles nochmal Revue passieren zu lassen. Und natürliche hoffe ich auch, daß die Rezensionen, dem Leser helfen.

Wie schreibt man Rezensionen?
Ich denke jeder Rezensent, hat da seine eigene Art und Weise. Ich persönlich gehe nicht groß auf den Inhalt ein.
Für mich ist es wichtig:
Wie ist alles aufgebaut, vermag es das Buch mich zu fesseln. Löst es Emotionen bei mir aus.
Wie lässt sich das Buch lesen. Ist es flüssig oder nur schwer reinzukommen?
Das ganze drumherum spielt schon eine große Rolle. Wieviel Raum nimmt letztendlich die Handlung ein.
Wirkt es auf mich glaubhaft.
Auch finde ich die Erzählweise wichtig. Erfahren wir nur von einer Person die Sicht der Dinge, oder doch von mehreren.
Wie ist der Spannungsbogen, ist es vorhersehbar oder unvorhersehbar.
Ich selbst google auch nicht, ich entscheide für mich selbst, ob es authentisch genug ist.
Ich bin auch ein Coverkäufer, wenn ich das Cover besonders schön oder besonders schrecklich finde, dann teile ich das auch mit.
Ich bin ehrlich, auch wenn mir der Inhalt noch so gut gefällt, wenn das Cover absolut grausig ist, hat das Buch bei mir schon verloren und ich werfe nicht mal einen Blick rein. In dem Fall stimmt der Spruch "Das Auge isst mit".
Und grundsätzlich wird bei mir nicht gespoilert, würde mir auch nicht gefallen. Denn warum sollte ich mir das Buch dann noch kaufen wollen.
Kurze Informationen zum Buch sowie zum Autor, gehören für mich auch dazu, so hat der Leser gleich die Möglichkeit sich noch mehr Informationen zu holen.
Punktevergabe ist auch wichtig, ich erkläre später noch, wie das bei mir abläuft.
Wichtig dabei finde ich, man sollte begründen können, warum man  etwas gut oder schlecht fand.

Wann ist ein Buch gut?
Jeder Leser, hat dazu eine andere Einstellung.
Wenn ich das Buch aufschlage, weiss ich meist sofort ob es mein Ding ist oder eben nicht.
Ein Buch ist für mich gut, wenn inhaltlich alles stimmt und es mich begeistert. Auch kann das Buch gut für mich sein, wenn ich zwar beim Lesen auf den ersten Blick nicht vom Hocker gerissen werde, sondern erst im nachhinein. Wenn ich alles nochmal Revue passieren lasse.
Die Schreibweise ist dabei ebenso wichtig. Und wie es sich lesen lässt.
Für mich ist nicht immer wichtig, ob es authentisch genug ist oder ob ich alles Live und in Farbe sehe.
Ich muss ganz einfach gut unterhalten werden. Denn das ist eigentlich das wichtigste am lesen.

Wie läuft die Punktevergabe?
Ich vergebe Punkte meist für das ganze Paket.
Stimmt es inhaltlich, der ganze Aufbau, im Prinzip das was ich schon in der ersten Frage geschrieben habe.
Dabei ist es nicht grundsätzlich wichtig, ob das Buch mich vom Hocker gerissen hat.
Denn man sollte sich immer vor Augen halten. Geschmäcker sind verschieden. Und nur weil mir ein Buch nicht gefällt,muss es automatisch auch bei anderen so sein. Aus diesem Grund, gebe ich auch meist Erklärungen ab, wie und warum ich Punkte vergebe.

Behandelt man Rezensionsexemplare anders, als selbst angeschaffte?
Ich für meinen Teil tue das nicht. Ich gebe immer meine ehrliche Meinung wieder. Wenn ich beispielsweise bei einem Rezensionsexemplar merke, daß ist nichts für mich, dann teile ich dies auch dem Autor mit. Von daher finde ich auch Leseproben sehr sinnvoll, so kann man sich schonmal einen groben Überblick verschaffen.
Ich rezensiere sowohl Reziexemplare als auch normale Bücher, das macht für mich keinen Unterschied.
Was bringt es z.b. wenn ich was schön rede. Damit ist mir, den Autoren und den Lesern nicht geholfen.

Nimmt man als Bloggerin jede Anfrage von Autoren an?
Ich für meinen Teil nicht.
Wenn mich Bücher nicht interessieren sage ich das auch.
Bei jeder Anfrage informiere ich mich vorher über Buch und Autor und lese gegebenfalls auch Leseproben.
So kann man besser darüber entscheiden.

Lese ich selbst Rezensionen?
Eigentlich kaum, hin und wieder mal, aber erst nachdem ich das Buch gelesen habe. Oder bei Bücher die mich zwar interessieren , ich aber noch unschlüssig bin.
Oft lese ich auch Rezensionen, weil ich einfach gespannt bin, wie sie verfasst bin.

Wann und warum habe ich angefangen Rezensionen zu schreiben?
Ich hab mich damals auf der Plattform "Buchgesichter" registriert. Und gesehen man kann Rezensionen schreiben. Ich habe mich darüber informiert wie man so etwas macht. Und habe es ausprobiert. Meine ersten Rezi´s waren grauenvoll. Eigentlich nicht mehr als eine Einschätzung vom Buch.
Aber es wurde immer besser. Sicher, ich mache es wahrscheinlich immernoch nicht völlig richtig.
Aber ich hab meinen Stil gefunden.
Und vor allem hab ich gleich gemerkt, was es mir für einen Spass macht. Und deshalb mach ich es auch hauptsächlich. Denn wenn man sich z.b. zum verfassen zwingen muss, so merkt man das sofort. Und kann es eigentlich gleich lassen.

Donnerstag, 18. September 2014

Rezension: George R. R. Martin - Wild Cards: Das Spiel der Spiele







Seitenanzahl: 544
Verlag:  Penhaligon Verlag (25. August 2014)
Originaltitel: Wild Cards - Inside Straights
ISBN-10:  3764531274
ISBN-13:  978-3764531270
Preis: Broschiert - 15€








Quelle: amazon  und Randomhouse

Das Spiel der Spiele - sehr komplex, facettenreich und tempostark.

Der Herausgeber:
George R. R. Martin gehört nicht nur in den USA zu den prominentesten Science-Fiction-Autoren. Den weltweiten Durchbruch schaffte er mit dem mehrbändigen Werk "Das Lied von Eis und Feuer". Er schrieb anfangs Kurzgeschichten, arbeitete dann erfolgreich als Drehbuchautor und Fernsehproduzent. Doch das Schreiben von Fantasy- und Science-Fiction-Romanen entspricht seinem Vorstellungsvermögen und seinen schriftstellerischen Neigungen am meisten. Der 1948 im US-Staat New Jersey geborene und studierte Journalist lebt in Santa Fe, New Mexico. Er wurde mehrfach mit dem "Hugo Award" ausgezeichnet.

Wild Cards ist das heimliche Lieblingsprojekt des erfolgreichen Autors George R.R. Martin. Er schuf die Welt der Asse und trat an zahlreiche andere Schriftsteller heran, die für seine Rahmenstory ihre ganz eigenen Superhelden kreierten, aber in seinen Handlungsstrang einbauten. Martin übernahm die finale inhaltliche Lektoratsarbeit. Heraus kam eine vielschichtige und atemberaubend spannende „shared universe“-Geschichte, in der jedes Kapitel aus der persönlichen Sicht einer Figur (und somit eines Autors) erzählt wird. Wild Cards hat eine lange und sehr komplexe Geschichte: Bereits 1987 schuf Martin zusammen mit zahlreichen Co-Autoren die Wild Cards-Reihe und belebt dieses Konzept nun neu. Mit Das Spiel der Spiele, tritt eine neue, junge Generation Superhelden in Aktion, die in unserer Gegenwart mit Problemen konfrontiert werden, die die Autoren aus dem aktuellen Zeit­geschehen ersinnen.

Die neuen Wild Cards wurden zum Leben erweckt durch Daniel Abraham, Melinda M. Snodgrass, Carrie Vaughn, Michael Cassutt, Caroline Spector, John Jos. Miller, George R.R. Martin, Ian Tregillis und S.L. Farrell. Drei weitere Bände der Wild Cards sind in Planung, Syfy Films, die unter anderem Heureka und Stargate schufen, arbeiten bereits am Drehbuch für die Verfilmung.

  



Kurzbeschreibung:
The World's next SUPERHERO!

Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.

Aufbau und Handlung:
Hiermit ist dem Herausgeber George R.R. Martin ein sehr interessantes und vielschichtes Buch gelungen.
Sämtliche Autoren harmonieren hier sehr gut miteinander. Ich hatte da doch anfangs so meine Zweifel ob das so gut funktioniert.
Aber das Zusammenspiel hat gut funktioniert.
Was zunächst als Spiel beginnt, wird mit der Zeit immer komplexer und vor allem interessanter.
Und es wurde ernster.
Denn hier geht es nicht nur um das Spiel.
Manche Personen mochte ich mehr, manche weniger und bei manchen war ich auch etwas zwiegespalten.
Kurzum jeder Charakterzug wurde hier vertreten, daß hat mir sehr gut gefallen.
Das Buch glänzt durch Team- und  Kampfgeist, Loyalität und Mut.
Aber wir bekommen es hier auch mit Rivalität und Eifersucht zutun. Bleibt natürlich bei so einem Pojekt nicht aus. 
Doch die Frage , die uns das Buch im eigentlichen Sinne stellt und auch beantwortet ist:
Was ist ein Held?
Was macht ihn aus?
Ich finde, das wurde uns hier sehr gut herübergebracht.
Die Fähigkeiten der Asse sind zwar wichtig hier, aber nicht für die Frage.
Auch wurden für mich sehr gut, das miteinander rübergebracht.
Und vor allem, ich konnte mir das ganze verdammt gut vorstellen, manchmal vielleicht etwas zu gut.
Die verschiedenen Perspektiven und Sichtweisen tragen dazu bei, mehr Gefühl und Gespür zu entwickeln. Und das Verständnis im allgemeinen nimmt zu.
Man fiebert von der ersten Sekunde an mit, auch wenn anfangs vielleicht noch vieles mit Humor genommen wird, flaut es doch relativ bald ab, plötzlich ist alles von Spannung durchzogen. Dennoch ab der Mitte hab ich einen kleinen Hänger verspürt, es wurde etwas langatmig. Was jetzt mit daran liegen kann. Das wir es plötzlich mit den Unruhen im nahen Osten zutun bekommen haben. Ich geb zu, ich kam nur schwer in dieses Situation rein. Plötzlich ging es nicht mehr um die Show. Sondern nur noch darum. Damit hatte ich so ein bisschen meine Probleme alles unter einen Hut zu bekommen.Die Handlungsstränge waren mir da manchmal etwas zu unübersichtlich und zuviel.
 Einige der Asse konnten mich in dieser Situation überzeugen, andere weniger. Was mir da sehr gut gefallen hat. Einige von ihnen mussten erkennen, auch wenn ihre Fähigkeiten scheinbar unwichtig sind. So erfüllen sie doch im richtigen Moment ihren Zweck.  Jedes einzelne Ass entwickelt sich immer weiter und wir erleben es hautnah mit. Es gibt aber natürlich auch einige unter Ihnen, die blind für ihre Umgebung sind. Aber gerade weil sie so verschieden sind. Und wir einige von Ihnen auch näher kennenlernen dürfen. Das macht sie für mich glaubhaft.
Aber auch die Zwischenmenschlichkeit kam hier nicht zu kurz. 
Im großen und ganzen, ließ sich alles relativ flüssig lesen. Die Spannung war zu 80% eigentlich immer vertreten.
Hin und wieder war ich auch etwas überrascht und manche Handlungsstränge, klärten sich für mich erst im Nachhinein.
Alles in allem ein sehr facettenreiches, temporeiches Buch, daß die Emotionen übersprudeln lässt. Und niemanden kalt lässt.
Ich kann es auf ganzer Linie empfehlen.
Es gibt 4 von 5 Sterne von mir.

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch.
Bei mir waren jedoch die Erwartungen nicht allzu hoch.
Ich bin jedoch ziemlich begeistert von diesem vielschichtigem Buch.
Es konnte mich fesseln, meine Mundwinkel mussten hin und wieder zucken . Kurzgesagt, sämtliche Emotionen kamen bei mir zum Vorschein.
Das Cover hat mich natürlich auch sehr beeindruckt. Es macht einfach neugierig auf das Buch.
Ich wurde nicht enttäuscht.
Eine klare Empfehlung von mir.

Ich möchte Sebastian Rothfuss und Randomhouse für die Bereitstellung des Exemplars danken.



Sonntag, 14. September 2014

Rezension: Nadine d´Arachart und Sarah Wedler - Abgründe



Quelle: amazon

Ein raffinierter, abgrundtiefer,  psycholgisch gut durchdachter Krimi der keine Wünsche offen lässt. Den beiden Autorinnen ist hiermit ein Meisterwerk gelungen. Wer es nicht liest, verpasst was geniales.

Seitenanzahl: 230
Verlag: Telescope (11. September 2014)
ISBN-10:  3941139223
ISBN-13:  978-3941139220

Die Autorinnen:
Nadine d’Arachart und Sarah Wedler, geboren 1985 und 1986 in Hattingen, schreiben seit mehr als 10 Jahren gemeinsam. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien erhielten sie verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen. Außerdem nahmen sie am Finale des Open Mike 2011 teil. Zuletzt wurden sie im November 2012 mit dem Förderpreis des Literaturbüro Ruhr ausgezeichnet. Ihr erster Roman „Die Muse des Mörders“ wird für ZDF und ORF verfilmt. „Abgründe“ ist ihre dritte Krimi-Veröffentlichung und zugleich das erste Buch, das sie je schrieben.

Kurzbeschreibung:
Eine Mordserie erschüttert den amerikanischen Küstenort Virginia Beach. Frauenleichen werden öffentlich zur Schau gestellt. Durch makabre Arrangements offenbart der Killer die dunkelsten Seiten seiner Opfer. An jedem Tatort wird ein ‚A’ gefunden, der einzige Hinweis auf den Täter. Schafft es Detective Ethan Hayes, den Serienmörder zu stoppen oder steht ihm seine eigene finstere Vergangenheit im Weg?

Aufbau und Handlung:
Detective Ethan Hayes bekommt es in seiner Heimatstadt mit einer Reihe von Morden zutun. Jedem Opfer wird ein "A" eingeritzt und sie werden so drapiert, das ihre Geheimnisse offenbart werden.
Hier ist ein sadistischer Killer am Werk.
Je mehr Ethan Hayes erfährt, umso grauenvoller wird es.
Denn plötzlich steht er im Blickpunkt der Mordserie.
Wird Ethan den Killer stoppen können?

Ein ausgeklügelter und psychologisch gut durchdachter Krimi der Extraklasse.
Hier wachsen die beiden Autorinnen über sich hinaus.
Ich hab selten so einen genialen und gut durchdachten Krimi gelesen.
Sie schaffen es, mit einem sagenhaftem Prolog, daß man sich diesem Buch nicht mehr entziehen kann.
Mann will mehr ... und bekommt es auch.
Die Spannung hält sich von der ersten bis zur letzten Seite.
Auch wenn wir die Sichtweise von Ethan , sowie auch von dem Mörder erfahren. So ist keineswegs irgend etwas durchschaubar oder vorhersehbar.
Ein ausgeklügelter Psychopath ist hier am Werke.
Mit einigen Drehungen und Verwirrungen, werden wir in verschiedene Richtungen gelockt.
Ich hatte oft verschiedene Verdächtige, die sich jedoch als fruchtlos erwiesen.
Erst kurz vor Schluss kam ich auf den Täter und war mehr als überrascht.
Nie hätte ich damit gerechnet.
Uns wird hier offenbart, daß oft die Kindheit der Schlüssel ist zu unserem späteren Verlauf.
Es kann gravierend sein, muss aber nicht. Wenn man die Notbremse zieht.

Bei diesem Buch muss man mehr als einmal die Luft anhalten. Nichts ist wie es scheint.
Man ist hier seinen Emotionen hilflos ausgeliefert.
Es geht eine Faszination von diesem Buch aus, daß uns immer tiefer hinein zieht und uns kein Entkommen gewährt. Wir sehen alles wie im Film.
Die Abgründe der menschlichen Seele sind tief. Und werden uns hier nochmal deutlich vor Augen geführt.
Denn wir alle haben unsere Geheimnisse, egal ob gut oder böse.

Hier wird nicht nur an der Oberfläche gekratzt, es geht viel tiefer und offenbart uns die Seele der Personen.
Ich empfand alles sehr glaubhaft und real.
Ich bin verblüfft, wie gut dieses Buch geworden ist und bin immernoch im Sog drin.
Ein Buch das fesselt und uns nachdenklich zurücklässt.
Was mir auch sehr gut gefallen hat. Es werden keinesfalls nur die guten Seiten eines Menschen offenbart, sondern auch die schlechten. Denn kein Mensch ist nur gut. Das lässt das ganze noch authentischer erscheinen.
Auch wenn dieses Buch nicht viele Seiten hat, kein Platz wird gespart und man hält sich nicht mit Banalitäten auf.
Auch ist dieses Buch wieder wunderbar flüssig geschrieben, so das man schnell vorankommt.

Eine klare Lesempfehlung, ach was es ist ein Muss.
5 von 5 Sterne von mir.

Meine Meinung:
Eine abgrundtiefer Krimi der von Anfang an fesselt und in keinster Weise kalt lässt.
Ein absolutes Muss für jeden Krimifan.
Das Cover find ich absolut passend und perfekt gelungen.

Freitag, 12. September 2014

Rezension: Bettina Kiraly - Gefährliches Herz






Seitenanzahl der Printausgabe: 268
Verlag:  Forever (12. September 2014)
E-book: 3,49€
ISBN 978-3-95818-011-6










Quelle: amazon  und Autorenwebsite

Ein Herz aus Glas.
Der Schlüssel liegt in der Vergangenheit.
Ein mitreißender Roman, der mir sehr gut gefallen hat.


Die Autorin:
Bettina Kiraly veröffentlicht unter dem Pseudonym Betty Kay Spannungsliteratur. Unter dem Pseudonym Ester D. Jones sind drei Historische Liebesromane erschienen.

Geboren 1979 wuchs Bettina Kiraly in einem kleinen Ort im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich auf und lebt hier noch immer mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern.

Ihre Matura absolvierte sie im Erzbischöflichen Aufbaugymnasium, einer katholischen Privatschule. Dort entschied sie sich für Humanpsychologie als Wahlfach. Verbrechen lernte sie von der anderen Seite des Gesetzes bei der Arbeit in einem Rechtsanwaltsbüro sowie in einem Notariat kennen. Fasziniert von den dunklen Flecken auf der menschlichen Seele beschäftigen sich ihre Texte mit der Psyche der Hauptpersonen ihrer Geschichten.

2006 hat sie ihr erstes Buch fertig gestellt und 2008 veröffentlicht. Seit 1.1.2010 ist sie Mitglied der Künstlervereinigung ART Schmidatal. Im Moment arbeitet sie an diversen neuen Projekten.

Nähere Informationen und Leseproben zu den unter dem Namen Betty Kay veröffentlichten Büchern finden Sie auf der Autorenhomepage Betty Kay Die Autorenhomepage von Ester D. Jones lautet Ester Jones 
Facebook: Bettina Kiraly

Kurzbeschreibung:
Johanna führt kein normales Leben. Sie ist kleptomanisch und nymphomanisch veranlagt und lässt keine Gefühle zu. Lediglich der Polizist Stephan schafft es, einen winzig kleinen Riss in ihrem Schutzwall zu verursachen. Durch den Tod ihrer Mutter ist Johanna gezwungen, in ihr Heimatdorf zurückzukehren. Welches Geheimnis verbarg ihre Mutter? Wer steckt hinter den aufkommenden Drohungen gegen Johanna? War der Tod ihrer Mutter wirklich ein Unfall?
Schließlich muss Johanna feststellen, dass ihr eigenes Herz die größte Gefahr für ihren Schutzpanzer darstellt. Johannas Gefühle für ihre Jugendliebe Robert beginnen wieder zu lodern. Doch Stephan gibt nicht so schnell auf und passt weiterhin auf Johanna auf. Was muss passieren, um Johanna zum Umdenken zu bringen und ihre Verhaltensweisen zu ändern?


Aufbau und Handlung:
Johanna hatte eine schwierige Kindheit und nun versucht sie ihrer Vergangenheit mit ihrer Lebensweise in Wien zu entfliehen.
Stephan und der Tod ihrer Mutter zwingen sie dazu, sich ihrer Vergangenheit zu stellen.

Ein Roman darüber, was die Vergangenheit aus Menschen und denen in ihrem Umfeld machen können.
Ein Dorf, das nur an Gerüchte glaubt und sich von denen leiten und beeinflussen lässt.
Es ist ein Roman über Vorurteile und ein schreckliches Geheimnis das alles verändert.
Von Anfang an, liest es sich recht gemütlich. Es ist nicht großartig von Spannung durchzogen, aber es fesselt.
Wozu auch die flüssige Schreibweise beiträgt.
Die Autorin schafft es, dem Leser die Geschichte näherzubringen.
Interessant ist Johanna, um ihrer Vergangenheit zu entfliehen. Schafft sie 2 Personen.
Magdalena  - ihr Leben führt sie in Wien. Und als sie nach dem Tod nach Unterdorf zurückkehrt, wird sie wieder zu Johanna.
Anfangs stand  ich Johanna etwas zwiespältig gegenüber. Die Person der Magdalena, konnte ich ihr nie ganz abkaufen. Sie ist zwar sehr tough und kalt. Aber man merkt, daß sie vor etwas flieht.
Als ich Johanna kennenlernte, war das sehr interessant zu beobachten. Sie reifte immer mehr heran.
Stephan fand ich auch sehr interessant, obwohl Johanna kalt zu ihm war, hat er sich nicht beirren lassen. Das einzige was mich an ihm gestört hat. Er hat ständig "Weisst Du" gesagt und das fand ich mitunter ziemlich nervig. Da es in fast jedem Satz vorkam.
Überraschen konnte mich der Verlauf des Buches auch nicht. Da man ziemlich bald gemerkt hat, worauf es hinausläuft. Dennoch gab es einen packenden Schlussakt.
Alles in allem ein Roman der sehr lesenwert ist und dem einen oder anderen vielleicht sogar die Augen öffnet.
Leider konnte ich hier nicht viele Emotionen entwickeln.
Erzählt wird aus der Sicht von Johanna, da haben mir jetzt etwas mehrere Blickwinkel gefehlt. Das hätte das ganze noch packender gemacht.
Das Cover finde ich sehr ansprechend.
Es spiegelt die Seele des Romans wieder.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

Meine Meinung:
Ein Buch das mir sehr gut gefallen hat.
Johanna konnte mich von Anfang an in ihren Bann ziehen. Man musste einfach wissen, was sie so werden lassen hat. Stephan und Johanna sind auch ein Kapitel für sich, und diese Annäherungen mochte ich sehr gern.
Wer Romane liebt, in denen Geheimnisse schlummern, der wird dieses Buch lieben.

Mittwoch, 10. September 2014

Rezension: Christine Drews - Schattenfreundin




Seitenanzahl: 288
Verlag:  Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2013 (14. März 2013)
ISBN-10:  3404167465
ISBN-13: 978-3404167463
Preis: 8,99€








Quelle: amazon

Ein sehr komplexer Entführungsfall der sich zu einem wahren Drama ausweitet.
Ein toller erster Fall für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. 



Die Autorin:
Christine Drews arbeitete schon während ihres Germanistikund Psychologiestudiums für diverse TV-Produktionen. Seit sie sich 2002 selbständig gemacht hat, schreibt sie Drehbücher für Filme, Comedy- und Familienserien und wirkt als Autorin bei zahlreichen Showformaten mit. Schattenfreundin ist ihr erster Roman. 

Kurzbeschreibung:
Wo ist Leo?
Charlotte Schneidmann, Kommissarin in Münster, setzt alles daran, den kleinen Jungen zu finden, bevor es zu spät ist. Denn nicht nur die Sorgen der verzweifelten Mutter lassen sie fieberhaft ermitteln, auch die Erinnerungen an die eigene traumatische Kindheit machen diesen Fall für die engagierte Kommissarin zur ganz besonderen Bewährungsprobe.

Aufbau und Handlung:
Was ist Sein und was ist Schein?

Katrin zieht mit ihrer Familie wieder nach Münster. Dort freundet sie sich mit Tanja an. Alleingelassen von ihrem Ehemann, der nur arbeitet. Ist Tanja ihre einzige Bezugsperson. Sie vertraut ihr über alle Maßen.
Dann stirbt ihr Vater.
Und Tanja die auf Katrins Sohn Leo aufpassen sollte.
Verschwindet spurlos mit ihm.
Ein Buch das mich tief beeindruckt hat.
Kindesentführungen sind nie einfach, aber wenn man dann noch herausfinden muss. Das die eigene Freundin nicht das ist, was man glaubt.
Ist man am Ende.
Und vor allem stellt man sich die Frage, wen kann man denn überhauot noch vertrauen.
Sehr gut gefallen hat mir, daß man mehr aus dem Leben und die Hintergrundinformationen von den Hauptpersonen im Laufe des Buches erfahren hat.
Katrin war mir von Anfang an sympathisch. Leider konnte ich überhaupt nicht verstehen, wie man so entsetzlich gutgläubig sein kann. Das Wort naiv, hat ihr förmlich auf der Stirn gestanden.
In meinen Augen war sie hoffnungslos überfordert mit ihrer Gesamtsituation.
Der weitere Verlauf in ihrem Privatleben hat mich nicht weiter überrascht.
Was hier allerdings mit einer Entführung beginnt, entwickelt sich zu einem entsetzlichem Drama. Es ist eine sehr komplexe Geschichte.
Und auch unsere Ermittlerin Charlotte hat ihr Päckchen zu tragen.
Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und den Schreibstil empfinde ich als sehr angenehm.
Die Personen fand ich durchaus glaubwürdig und auch authentisch.
Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.
Überwiegend teilt uns Katrin ihre Sichtweise mit, aber auch die beiden Ermittler kommen hier zu Wort.
Das ist der erste Kriminalfall für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer.
In meinen Augen sehr gut gelungen, wenn auch nicht perfekt.
Und vor allem, es macht Lust auf mehr.
Ich bleib auf jeden Fall dran.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

Meine Meinung:
Ein tolles Buch, daß ich kaum aus der Hand legen konnte. Diese Geschichte hat mich sofort gefesselt. Mit den Ermittlern wurde ich erst später warm. Aber das ist nicht ungewöhnlich.
Bei so einem Fall bleibt es auch nicht aus, daß die Emotionen zum Einsatz kommen. Bei mir allerdings erst relativ spät. Stört mich jedoch nicht weiter.
Ein Buch das ich auf jeden Fall empfehlen kann.
Für jedermann gut lesbar, da es nicht sonderlich brutal ist.

Samstag, 6. September 2014

Rezension: Jennifer J. Grimm - Zwischen Blut und Schatten




















Quelle: amazon

Ein aufregender und spannender Fantasyroman mit kleinen Schwächen.
In meinen Augen gelungen, aber ausbaufähig.

Seitenanzahl: 222
Verlag:  CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (3. März 2014)
ISBN-10: 1495974227
ISBN-13:  978-1495974229

Die Autorin:
Ich schreibe.
Doch zuerst hab ich wohl erzählt und gelesen. Schließlich bin ich die Älteste von 3 Töchtern, da muss ja jemand die Erziehungsarbeit in Sachen Geschichten und Büchern leisten.
Zwischen Vollzeitjob und meiner Liebe zu fantastischen Geschichten, musste ich mir meine Schreibzeit hart erkämpfen. Dabei schlafe ich doch sehr gerne, denn im Träumen bin ich auch ganz gut.
Jetzt bin ich in Mama-Pause und genieße neben der Zeit mit meinem Baby-Wikinger, die Möglichkeit etwas mehr Raum für meine Geschichten zu haben.
Dank dem NaNoWriMo 2012 habe ich mein erstes Romanprojekt beendet. Danke an alle Mitschreiber, vor allem aus der Schreibwerkstatt, Ihr habt mich sehr motiviert!
Ansonsten fotografiere ich gerne, gelegentlich stehe ich auch mal vor dem Blitzdings-Gerät. Ich mag Fremdwörter und vergessene Mythen. Aber Photoshop nutze ich auch gerne, wie man am Cover zu Zwischen Blut und Schatten erkennen kann. Ich bin stur, mindestens so sehr wie mein Sternzeichen Widder.
Besuchen sie die Autorin auf Facebook:  Jennifer J. Grimm
Und auf ihrer Homepage: Jennifer J. Grimm

Klappentext:
Vor einem Jahrtausend ließ Cassandra, die Königin der Unterwelt, jeden männlichen Vampir töten. Nun erfährt sie, dass eine ihrer Untergebenen diesen Befehl missachtet und erneut einen männlichen Vampir erschaffen hat. Ihre Assassine Niamh erhält den Auftrag ihn zu vernichten - doch als sie Henry begegnet, bringt sie es nicht über sich ihn zu töten. Zweifel an ihrer Königin steigen auf. Ihr Versagen macht sie zur Verräterin. Um Cassandras Rache zu überleben, muss sich die Schattentänzerin mit dem Vampir verbünden, denn ihr bleibt nur eine Möglichkeit: Die Königin muss sterben. 

Aufbau und Handlung:
Die Geschichte der Schattentänzerin Niamh die sich in den Vampir Henry verliebt, wurde gut rübergebracht. Der Haken: Männliche Vampire darf es nicht geben, so hat Vampirkönigin Cassandra entschieden. Eigentlich sollte Niamh, Henry töten, doch dazu sah sie sich nicht in der Lage, ihre Gefühle kamen ihr einfach dazwischen.
Eine gut ausgearbeitete Story. Cassandra empfinde ich einfach nur als eine Furie. Sie hat etwas von einem Kind, daß unbedingt ihren Willen bekommen muss.
Niamh und Henry mochte ich von der ersten Sekunde an.
Und auch Mathew hatte es mir angetan.
Was mir gut gefallen hat, die Geschichte wurde gut geschrieben, aber nicht zu detailliert. Wäre es mir zu blumig geworden, hätte ich gleich reißaus genommen.
Diesem Buch hätten mehr Seiten gut getan. Für mich hatten die Personen nicht genug Tiefe. Ich hätte gern mehr über jeden einzelnen gewusst. Das empfinde ich so ein bisschen als Schwachstelle.
Das ist der Grund, warum es mich letztendlich nicht 100%ig überzeugen konnte und warum ich mir nicht alles bildlich vorstellen konnte.
Auf jeden Fall ein gelungener Debütroman, der ausbaufähig ist.
Der Schreibstil ist sehr flüssig gehalten, und die Seitenanzahl relativ wenig, wodurch ich ziemlich schnell durch war.
Überwiegend wird aus Niamhs Sicht erzählt. Ich hätte gern mehr aus verschiedenen Perspektiven gelesen. Das hätte das ganze noch interessanter gemacht. Und man hätte alles noch besser nqachvollziehen können.
Spannend und aufregend war es von der ersten bis zur letzten Seiten.
Der Schluss dieses Romans ist sehr vielversprechend.
Ein Fantasy Roman den ich durchaus weiterempfehlen kann.
Das Cover empfinde ich als sehr schön, es macht Lust auf mehr.
Für mich war es etwas, was man gut nebenbei lesen kann. Locker und Leicht.
Für den 2.Teil erhoffe ich mir mehr Seiten , mehr Emotionen und mehr Tiefe.

Meine Meinung:
Ein gelungener Fantasy Roman einer neuen Autorin, der ausbaufähig ist.
Auch wenn es mich nicht 100%ig überzeugen konnte, bin ich gespannt auf Teil 2. Und vor allem auf die Umsetzung.
Für einen Debütroman auf jeden Fall lesenswert.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

Donnerstag, 4. September 2014

Mein Interview mit Stefanie Hasse der überaus interessanten und sehr sympathischen Autorin der Fantasy Trilogie rund um Darian & Victoria

Ihr wisst ja, hat mich ein Autor überzeugt, so stelle ich ihm ein paar Fragen. Weil ich ihn  einfach den Lesern näher bringen möchte.
So auch diesmal.
Ihr habt ja mitbekommen, ich habe jetzt erst die Fantasy Trilogie rund um Darian und Victoria von Stefanie Hasse gelesen. Und ich bin einfach megahingerissen davon. Diese Trilogie hat einfach alles, was vorhanden sein muss, um ein Bestseller zu werden.
Nur wissen leider viele nicht, wie gut sie ist.
Ich hoffe, ich kann auf diesem Weg ein paar Leser erreichen und sie bekommen Lust die Bücher zu lesen.
Aber nun wird es Zeit euch die sympathische Autorin vorzustellen.



Die Autorin:
Stefanie Hasse wurde 1980 als älteste von zwei Geschwistern in Blaubeuren auf der schwäbischen Alb geboren. Unweit dieses Ortes spielt die Handlung ihrer Fantasy-Trilogie rund um Darian und Victoria.

Neben dem Schreiben ist Lesen das große Hobby der ganzen Familie.
 
Besuchen sie die Autorin auf ihrer Homepage: Stefanie Hasse
und auf Facebook:  Stefanie Hasse
 
Ihre Bücher:
 
 
 
 
 
So und nun zum Interview.
 
 
Liebe Stefanie, ich danke dir, daß Du mir ein paar Fragen beantworten möchtest.

1. Deine Trilogie um Darian und Victoria finde ich unglaublich faszinierend.
Wie entstand die Idee dazu?


Das freut mich :-)
Begonnen hat alles im Ägypten-Urlaub vor drei Jahren. Da hatte ich diese Idee: Was wäre, wenn du dich an eine bestimmte Zeit deiner Vergangenheit nicht mehr erinnern könntest - unter anderem an deine wahre Liebe... Der Rest kam von selbst.

2. Was mich natürlich auch sehr interessiert, wie genau recherchiert man bei einem solchem Thema?

Da ich alles so zurechtgesponnen habe, dass es in meine Welt passt, hab ich eigentlich fast nur Allgemeinwissen (zu Göttern und den ganzen Fantasy-Wesen) genommen, mich lediglich rückversichert. Als Location habe ich Orte genommen, die ich sehr gut kenne und teilweise ein bis zweimal die Woche besuche.
 
 3. Was ich mich schon im ersten Teil gefragt habe. Hattest du die Figur des Alex gleich im Kopf? Oder hat er erst später Form angenommen?

Alex war von Anfang an als etwas anderes geplant, als er im ersten Moment darstellte. Ich musste den Konflikt vergessene wahre Liebe vs. derzeitige Liebe ja etwas anheizen.

4. Bei deinen Büchern, gibt es auch keine Figuren die ich nicht mag. Du zeigst uns, daß sie Gefühle und Persönlichkeit haben.
War das in etwa so beabsichtigt?


Freut mich, dass du sie alle mochtest.
Manche hegen eine Abneigung gegen Vic, weil sie eben "auserwählt" und so weiter ist und quasi über allem steht - zumindest in Band 1. Der innere Konflikt macht sie - denke ich - menschlicher.
Auch bei den Charakteren, die im ersten Moment als "böse" bezeichnet werden, ist es wie im wahren Leben - vielleicht haben sie einen bestimmten Grund, warum sie so sind?

5. Warum hast du dich für diesen Abschluss der Trilogie entschieden und nicht etwa für einen anderen?

Das Urböse kann nicht getötet werden. Alles andere hätte ich selbst als unglaubwürdig empfunden - und das hätte mich vermutlich noch mehr gestört als manche Leser. Und mit dem Epilog habe ich mir ein klitzekleines Türchen offen gelassen, falls ich doch irgendwann in diese Welt zurückkehren möchte.
 
 6. Als du den 1.Teil geschrieben hast, hattest du da bereits in etwa die gesamte Trilogie schon im Kopf. Oder kamen die Ideen nach und nach dazu?

Das große Ganze stand fest. Die erste Ausbildungshälfte in Band 1, die zweite im zweiten Teil und die Gegenwart im dritten. Die Einzelheiten haben sich um diese Struktur herum entwickelt, es kam immer noch etwas dazu und die Welt hat ein Eigenleben entwickelt.

7. Und nun noch ein paar allgemeine Fragen.
Ist dir der Kontakt zu den Lesern wichtig?


Sehr wichtig. Als Bloggerin liebe ich auch den Kontakt zu den Autoren, die ich selbst so lese. Und ich hoffe, dass es meinen Lesern mit mir genauso geht.

8. Wie stehst du positiven wie auch negativen Rezensionen gegenüber?

Natürlich freut man sich über positive Meinungen mehr als über negative. Aber ich weiß auch (schließlich rezensiere ich selbst auch viele Bücher), dass die Geschmäcker unterschiedlich sind, wie man so schön sagt. Trotzdem gleicht eine schlechte Rezension im ersten Moment einem Schlag in den Magen - ganz gleich, wie oft man sich einredet, dass man nicht jedem gefallen kann :-) Einmal tief ein- und ausatmen macht das in der Regel aber wieder gut.
 
 9. Wie kannst du am besten entspannen?

Entspannen, dem Alltag entfliehen, kann ich am besten beim Lesen. Ich lese relativ viel, je nachdem, wie aktiv ich gerade am Schreiben bin.

10. An welchem Ort kannst du am besten Schreiben?

Auf dem Sofa, Laptop auf dem Schoß. Wenn das Wetter schön ist, sitze ich auch sehr gerne auf der Terrasse - aber der diesjährige Sommer hat mir da eindeutig einen Strich durch die Rechnung gemacht.
 
Nun freue ich mich schon darauf mehr von dir lesen zu dürfen.
Ich bin gespannt, womit du uns als nächstes überraschen wirst.
Ich wünsch dir viel Erfolg für deine Zukunft als Autorin.
Aber eigentlich brauche ich das nicht. Denn ich weiss, das Du noch großen Erfolg haben wirst. Das hast du mir mit deiner Trilogie bereits bewiesen.
 
 
Quelle: Stefanie Hasse  und  amazon
 
 

Rezension: Stefanie Hasse - Tiefdunkle Nacht (Darian & Victoria Teil 3)





















Quelle: amazon



gelungener Abschluss einer atemberaubenden Fantasy - Trilogie

Seitenanzahl: 312
Verlag:  CreateSpace Independent Publishing Platform (13. Juni 2014)
ISBN-10:  1499733976
ISBN-13:  978-1499733976

Die Autorin:
Stefanie Hasse wurde 1980 als älteste von zwei Geschwistern in Blaubeuren auf der schwäbischen Alb geboren. Unweit dieses Ortes spielt die Handlung ihrer Fantasy-Trilogie rund um Darian und Victoria. Neben dem Schreiben ist Lesen das große Hobby der ganzen Familie.
Besuchen sie die Autorin auf ihrer Homepage: Stefanie Hasse
und auf Facebook:  Stefanie Hasse

Klappentext:
Verborgen vor den Menschen existiert eine Welt voller Magie. Die Kinder des Mondes können Zauber wirken und besitzen darüber hinaus übernatürliche Fähigkeiten. Durch Rituale im Laufe der Jahrhunderte haben sie sich weiterentwickelt, zahlreiche paranormale Wesen sind aus ihren Reihen hervorgegangen, die den Menschen nicht verborgen blieben: Vampire, Werwölfe, Feen oder Elfen.

Nachdem Victorias Erinnerungen an die Vergangenheit zurückgekehrt sind, muss sie sich mit den Konsequenzen auseinandersetzen. Die ehemalige Gruppe ist gespalten, das Böse jedoch ist präsent wie nie. Eine dunkle Vision lässt den Hohen Rat aufhorchen. Es ist Zeit für den finalen Kampf und eine letzte Entscheidung zwischen Licht und Dunkelheit.

Aufbau und Handlung:
Der 3.Teil der Trilogie startet etwas gemächlich.
Aber das ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Hat man erstmal den Höhepunkt erreicht. Bekommt man ein Stromstoss nach dem anderem versetzt.
In jeder Hinsicht ein absolut gelungener Abschluss der Trilogie um Darian und Victoria.
Hier wächst die Autorin nochmal über sich hinaus.
Alles wirkt viel intensiver, spannender und emotionaler als je zuvor.
Teilweise wirkt sich die Wut , die Panik und auch die Angst auf den Leser aus.
Nie zuvor hab ich mich tiefer in dieses Buch gezogen gefühlt.
Auch hier werden manche Personen immer wieder neu definiert.
Hier gibt es auch niemanden den man nicht mag, ganz einfach aus dem Grund. Stefanie Hasse verleiht ihnen Tiefe und Emotionen. Und auf dieses Art und Weise ist es uns nicht möglich. Jemanden nicht zu mögen.
Einige Personen hab ich bereits sehr vermisst. Aber die Autorin hat dem gut entgegengewirkt.
Schreibstil und Sichtweisen der Personen wie in den Teilen davor.
Manchmal ist man jedoch etwas verwirrt, weil man sich einfach fragt. Wo soll mich das denn hinführen?
Aber das wird relativ bald klar.
Hin und wieder habe ich hier auch ein Deja-vu erlebt.
Ich habe  vor meinem Augen aber auch noch eine andere Szenarie gesehen, die ich auch begrüßt hätte.
Alles in allem absolut empfehlenswert.
Und damit meine ich die gesamte Fantasy Trilogie rund um Darian und Victoria.
Anders als bei den Vorgängern, ist dieses Buch in drei Teile unterteilt. Was ich persönlich sehr gut finde.
Prolog sowie Epilog haben mich auch überzeugt.


Meine Meinung:
Ein toller Abschluss wie schon erwähnt.
Ich kann mich nur grad nicht entscheiden welcher Teil mir besser gefällt. Der 2. oder der 3. Teil.
Beide sind unglaublich gut. Jeder auf seine Art und Weise.
Anders als in den beiden Teil davor.
Hatte ich hier sehr große Angst und hab mich manchmal nicht getraut weiterzulesen. Aus Angst davor was da steht.
Und ich hab geheult wie ein Schlosshund bei manchen Szenen.
Was ich persönlich sehr bewundere, kein Teil ist wie der andere. Jeder ist anders, neu und unvorhersehbar. Und das macht es in meinen Augen erst zu einer guten Trilogie.
Nun packt mich aber leider auch etwas die Traurigkeit. Denn ich muss Abschied nehmen von Darian und Victoria. Sie haben bereits sehr viel Platz in meinem Herzen eingenommen.
Ich bin mir sicher, sie werden meine Gedanken noch einige Zeit begleiten.
Vielen Dank Stefanie Hasse, für diese unglaubliche schöne Trilogie.

Mittwoch, 3. September 2014

Rezension: Stefanie Hasse - Düstere Schatten (Darian & Victoria Teil 2)





















Quelle: amazon

Noch atemberaubender und komplexer als Teil 1.
Man kommt einfach nicht mehr davon los.

Seitenanzahl: 318
Verlag:  CreateSpace Independent Publishing Platform (21. Dezember 2013)
ISBN-10:  1494703289
ISBN-13:  978-1494703288

Die Autorin:
Stefanie Hasse wurde 1980 als älteste von zwei Geschwistern in Blaubeuren auf der schwäbischen Alb geboren. Unweit dieses Ortes spielt die Handlung ihrer Fantasy-Trilogie rund um Darian und Victoria. Neben dem Schreiben ist Lesen das große Hobby der ganzen Familie.
Besuchen sie die Autorin auf ihrer Homepage: Stefanie Hasse
und auf Facebook:  Stefanie Hasse

Klappentext:
Verborgen vor den Menschen existiert eine Welt voller Magie. Die Kinder des Mondes können Zauber wirken und besitzen darüber hinaus übernatürliche Fähigkeiten. Durch Rituale im Laufe der Jahrhunderte haben sie sich weiterentwickelt, zahlreiche paranormale Wesen sind aus ihren Reihen hervorgegangen, die den Menschen nicht verborgen blieben: Vampire, Werwölfe, Feen oder Elfen. Nach der Enttarnung zahlreicher Hexen des Hohen Rates droht erneut Gefahr für unsere Welt. Nicht nur die Hexenzirkel machen sich kampfbereit - auch das Böse in Gestalt von Balthasar greift zu einer neuen Taktik. Victoria und ihre Freunde stellen sich der Herausforderung, bis sich plötzlich alles verändert.

Aufbau und Handlung:
Wow was für ein 2.Teil.
Dieser Teil ist noch besser, noch komplexer und noch facettenreicher als Teil 1.
Mir scheint als würden die Personen immer wieder neu erfunden werden und das empfinde ich als sehr interessant. Wenn man meint man blickt geradewegs durch, hat man sich wieder getäuscht und alles beginnt wieder von neuem.
Interessant finde ich auch wie hier sämtliche Fantasygestalten und Mythen vereint werden. Einfach genial.
Mitunter hat man zwar auch diesmal etwas Mühe mitzukommen, aber hier gelang es mir besser als in Teil 1.
Auch Darian und Victoria konnte ich hier als eine Einheit betrachten.
Die einzelnen Personen gewinnen an Reife und der ein oder andere schafft es , mich immer wieder aufs neue zu überaschen.
Das Buch vibriert direkt vor Spannung, so daß man einfach nicht aufhören kann mit lesen.
Schreibstil und Sichtweise sind hier nicht anders als Teil 1.
Aber diesmal konnte ich mir alles noch besser vorstellen.
Die Handlungsweisen wirkten auf mich immer absolut glaubhaft.
Ich hab gezittert und vibriert vor Spannung, es ist einfach unglaublich.
Am Ende wartet die Autorin mit einem unerwartetem Cliffhanger auf, der es in sich hat.
Ich kann diesen Teil nur wärmstens weiterempfehlen.
In meinen Augen müssten es bereits Bestseller sein.
Überzeugt euch selbst und lest es. Ihr werdet euch nicht der Faszination entziehen können.

Meine Meinung:
Es gibt nur drei Worte für diesen 2.Teil.
Atemberaubend faszinierend gut.
Wie schon geschrieben, absolut toll geschrieben. Man fühlt sich beim lesen völlig abgehoben.
Man geht in diesem Buch auf, ohne etwas anderes mitzubekommen.
Ich geb zu , ich hab sogar davon geträumt.
Diese Geschichte lässt mich einfach nicht los.
Nun bin ich ganz gespannt auf Teil 3.


Dienstag, 2. September 2014

Rezension: Stefanie Hasse - Schwarzer Rauch (Darian & Victoria Teil 1)






















Quelle: amazon

Ein toller Auftakt einer faszinierenden und vielversprechenden Fantasy Trilogie.
Vorsicht: Suchtgefahr

Seitenanzahl: 314
Verlag:  CreateSpace Independent Publishing Platform (22. Juli 2013)
ISBN-10:  1490440828
ISBN-13:  978-1490440828

Die Autorin:
Stefanie Hasse wurde 1980 als älteste von zwei Geschwistern in Blaubeuren auf der schwäbischen Alb geboren. Unweit dieses Ortes spielt die Handlung ihrer Fantasy-Trilogie rund um Darian und Victoria. Neben dem Schreiben ist Lesen das große Hobby der ganzen Familie.
Besuchen sie die Autorin auf ihrer Homepage: Stefanie Hasse
und auf Facebook:  Stefanie Hasse

 Klappentext:
Verborgen vor den Menschen existiert eine Welt voller Magie. Die Kinder des Mondes können Zauber wirken und besitzen darüber hinaus übernatürliche Fähigkeiten. Durch Rituale im Laufe der Jahrhunderte haben sie sich weiterentwickelt, zahlreiche paranormale Wesen sind aus ihren Reihen hervorgegangen, die den Menschen nicht verborgen blieben: Vampire, Werwölfe, Feen oder Elfen. Victoria beginnt wie alle Kinder des Mondes nach der Wiedergeburt mit ihrer magischen Ausbildung. In Darian findet sie ihre erste große Liebe. Doch nichts ist, wie es scheint. Die schwarze Magie mischt sich in ihr Leben ein, bringt ihr Weltbild zum Wanken. Victoria und Darian geraten zwischen die Fronten und sind bereit zu kämpfen. Für das Licht und ihre Liebe. Wem können sie noch vertrauen?

Aufbau und Handlung:
Die wichtigsten Schlüsselfiguren sind hier Victoria und Darian.
Für die einen mag die Liebesgeschichte von diesen beiden am schönsten an dem Buch sein.
Für mich jedoch nicht. Ich bin von Victoria fasziniert. Von ihrem Werdegang und ihrer Bestimmung. Sie entwickelt sich enorm. Und die Liebesgeschichte ist für mich eigentlich nur am Rande wichtig.
Ich finde diesen außergewöhnlichen Fantasyroman sehr faszinierend und facettenreich. Und auch sehr komplex. Die Autorin hat es immer wieder geschafft, mich aufs neue zu überraschen. Immer wieder kam etwas dazu womit ich nicht gerechnet habe.
Allein die Idee dieser Fantasy Trilogie ist schon enorm.
Und ich hatte mitunter auch Probleme mit den ganzen Abläufen zurechtzukommen. Manchmal empfand ich es als etwas zuviel.
Man muss sich wirklich ganz auf dieses Buch einlassen um alles zu verstehen und nachzuvollziehen.
Auf jeden Fall sind hier sehr facettenreiche Figuren entstanden, die mein Interesse enorm geweckt haben.
Und ich habe Blut geleckt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, dennoch muss man immer wieder innehalten und resümieren um alles zu verstehen.
Die Personen insbesondere Victoria empfand ich als sehr real. Ich gebe zu , zu ihr habe ich den meisten Bezug bekommen. Ich hab auch meist nur sie vor mir gesehen. Aber auch Aurelia und Sofia empfand ich als sehr interessant.
Der erste Teil der Trilogie ist ein sehr spannender und vielversprechender Auftakt. Der Showdown ist auch nicht ohne, so daß ich mir sofort die anderen Teile besorgen muss.
Das Cover und auch den Titel fand ich jetzt nicht so berauschend. Das äußere wirkt auf mich völlig unscheinbar.
Überwiegend wird aus der Sicht von Victoria erzählt, aber auch andere Personen melden sich hier zu Wort, was absolut interessant für mich ist. Und einen völlig neuen Blickwinkel verschafft.
Eine absolute Empfehlung meinerseits.

Meine Meinung:
Auch wenn ich diesen ersten Teil der Fantasytrilogie nicht als perfekt betrachte. Er hat mir gut gefallen. Das Besondere daran, er fasziniert mich enorm und lässt mich nicht mehr los. Ich muss unbedingt wissen wie es weitergeht mit Victoria.
Hätte ich dieses Buch nicht gewonnen, wäre es mir nie ins Auge gefallen.
Es wirkt einfach zu unscheinbar.
Aber ich werd mir gleich die beiden anderen Teile besorgen und sofort weiterlesen. Victoria hat mich einfach gepackt.
Eigenartigerweise hatte ich immer "Licht und Schatten" vor Augen. Das wäre so der Titel für mich gewesen.

Liebe Stefanie Hasse ich danke dir für dieses tolle Buch und bin schon gespannt auf die anderen beiden Teile.
Ich hab so das Gefühl, von der Autorin werden wir noch viel hören.


Montag, 1. September 2014

Rezension: Lisa Gardner - Blut ist dicker als Wasser






















 Quelle: Amazon und Rowohlt Verlag


Nichts ist so wie es scheint, die Geschichte einer Familie die abgründiger nicht sein kann.
Mir hat dieser Entführungsfall sehr gut gefallen.

Seitenanzahl: 544
Verlag:  rororo(1. September 2014)
Originaltitel: Touch& Go
ISBN-10:  3499268051
ISBN-13:  978-3499268052
Preis: TB 9,99€

Über die Autorin:
 Lisa Gardner gehört zu den erfolgreichsten amerikanischen Thrillerautoren der Gegenwart - ihre Bücher verkauften sich weltweit über 22 Millionen mal. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Hunden in Neuengland.
Quelle:Rowohlt Verlag

Klappentext:
Justin und Libby Denby führen ein Leben wie aus dem Hochglanzmagazin: Sie sind wohlhabend, gut aussehend, wohnen mit ihrer reizenden Tochter Ashlyn in einem wunderschönen Haus in bester Bostoner Lage. Die perfekte Familie. Doch dann kommt der Abend, an dem die Denbys in die Katastrophe stürzen: Sie werden entführt und verschleppt, in ein altes Gefängnis im Norden New Hampshires. Ihre Entführer sind maskiert, die Motive völlig unklar. Geht es tatsächlich um Geld? Oder vielmehr darum, eine alte Rechnung zu begleichen? Detective Tessa Leoni tappt lange im Dunklen. Sehr spät erst merkt sie: Auch hinter der schönsten Fassade lauern Abgründe ...

Aufbau und Handlung:
In diesem Buch geht es um die Entführung einer gutsituierten Familie.
Ansich nichts besonderes.
Ich gebe zu. Ich lese gern über Entführungen. Es ist immer interessant mehr über Opfer und Täter zu erfahren und ich wurde auch hier nicht enttäuscht.
Es beginnt sofort sehr spannend.
Wir erfahren im Laufe der Geschichte mehr über einzelne Ermittlere und über Libby Denby.
Libby hat mich vom ersten Moment an fasziniert, so das ich ihr voller Spannung gefolgt bin.
Auch die Entführer haben mich hier beeindruckt. So kalkuliert, emotionslos und eiskalt. Aber natürlich gibt es immer ein schwaches Glied in der Kette, auch wenn es hier nicht gleich klar ersichtlich ist.
Über die Motive war ich mir auch nicht im Klaren.
Aber, wir wissen, es haben wohl so einige Familien ihre Leichen im Keller.
Nur weil man reich ist, ist man nicht zwangsläufig auch glücklich.
Oft findet man da die ärgsten Probleme.
Zur Mitte hin fand ich dieses Buch jedoch auch etwas langatmig.
Aber es wurde zum Ende hin wieder besser.
Der Schlussakt ist durchaus gelungen und was den eigentlichen Täter betrifft, tappte ich bis zum Schluss im Dunkeln.
Die gesamte Geschichte ist sehr komplex, abgründig und voller Zweifel.
Sehr authentisch und glaubhaft.
Die Personen sind sehr real geschildert, manche mochte ich, andere weniger.
Die Sichtweise der Personen wechselte immer wieder. So bekam man noch ein besseres Bild von der Gesamtsituation. Ein Kopfkino konnte ich auch direkt bei mir starten.
Die einzelnen Kapitel sind relativ überschauhbar, der Schreibstil sehr flüssig, was ein gutes Vorankommen gewährleistet.
Fazit: Es ist nicht alles Gold was glänzt.

Meine Meinung:
Das ist mein erstes Buch von Lisa Gardner und es hat mir sehr gut gefallen.
Eine Geschichte die sehr spannend ist und so einiges zu bieten hat, daß man mit bloßem Auge nicht sieht.
Hilfreich fand ich die ganzen Hintergrundinformationen über einige Personen.
Das ich bis zum Schluss nicht auf den eigentlichen Drahtzieher kam, fand ich sehr gut.
Ich gebe diesem Buch volle Punktzahl.
Ich kann sie auch weiterempfehlen, dennoch ist es keine Geschichte die mir weiter im Kopf rumspuken wird.
Aber sie bietet erstklassige Unterhaltung. 

Ich hatte dieses Glück, dieses Buch vorab lesen zu dürfen. Vielen Dank dafür an den Rowohlt Verlag

Rezension: Anna Romer - Das Rosenholzzimmer




















 Quelle: amazon



3 Frauen verschiedener Generationen die ein Schicksal verbindet.


Seitenanzahl: 576 (gebundene Ausgabe, 19,99€)
Verlag: Goldmann Verlag (25. August 2014)
Originaltitel: Thornwood house
ISBN-10:  3442313775
ISBN-13:  978-3442313778


Die Autorin:
Anna Romer wuchs in New South Wales in einer Familie von Büchernarren und Geschichtenerzählern auf, weshalb sie sich schon früh für Literatur zu interessieren begann. Sie arbeitet als Grafikerin und hat lange Reisen ins australische Outback, nach Asien, Neuseeland, Europa und Amerika unternommen, wo sie viel Stoff sammelte, den sie in ihren Bildern und Texten verarbeitet. Ihr erster Roman »Das Rosenholzzimmer« lebt von ihrer Faszination für vergessene Tagebücher und Briefe, dunkle Familiengeheimnisse und alte Häuser und ihrer Liebe zur einzigartig schönen australischen Landschaft. Die Autorin lebt in einem abgelegenen Landsitz im nördlichen New South Wales, wo sie an ihrem nächsten Roman schreibt.

Klappentext:
Als die Fotografin Audrey Kepler das verlassene Thornwood House im ländlichen Queensland erbt, ergreift sie sofort die Chance, ihrem hektischen Leben in Melbourne zu entkommen und einen Neustart zu wagen. In einem entlegenen Zimmer des alten, aber noch immer prächtigen Hauses entdeckt sie die verblasste Fotografie eines gutaussehenden Mannes. Wie sie bald herausfindet, handelt es sich um Samuel Riordan, den vormaligen Besitzer von Thornwood House, und Audreys Interesse ist geweckt. Schließlich erfährt sie, dass Samuel beschuldigt wurde, kurz nach dem Krieg eine junge Frau ermordet zu haben, was Audrey nicht glauben will. Doch als sie immer tiefer in Samuels Geschichte eintaucht, hat Audrey die böse Ahnung, dass der Mörder von damals noch lebt. Und dann droht sich ihr Verdacht auf gefährliche Weise zu bestätigen ...

Aufbau und Handlung:
Audrey Kepler erbt zusammen mit ihrer Tochter Bronwyn Thornwood House. Ihr ehemaliger Freund Tony hat es ihnen nach seinem Tod vermacht.
Das Anwesen kommt wie gerufen da Audrey einen Neustart wagen möchte.
Beide verlieben sich sofort in das malerische Anwesen, doch Audrey muss bald erkennen. Das dunkles im Verborgenen lauert. Und sie ahnt zu dem Zeitpunkt noch nicht was für einen wichtigen Anteil sie an dieser Geschichte hat, die sie ergründen will.
Dieser Roman reiht sich in die Geschichten der Familiengeheimnisse mit ein.
Es beginnt sofort sehr spannend, die Autorin hat ein Gespür dafür alles und jeden malerisch und poetisch zu beschreiben. Mag das anfangs noch sehr schön und interessant sein, so nimmt das doch mit der Zeit etwas die Spannung an dem Buch.
Die Geschichte ansich ist sehr gut strukturiert, doch hin und wieder ist es nicht authentisch genug.
Die Geschichte beeinhaltet verschiedene Generationen,  die sehr spannend zu lesen ist.
Viel wird über Aufzeichungen in die Gegenwart getragen.
Den Schreibstil empfand ich als sehr flüssig und es ließ sich wirklich sehr schön lesen, die verschieden Sichtweisen der Personen trugen dazu bei alles noch besser zu verstehen. Die Personen gewannen für mich so an Form und Farbe.
Einigen fühlt man sich verbunden und bei anderen wiederum konnte man nur den Kopf schütteln.
Die Autorin hat es sehr gut verstanden Verwirrung zu stiften und uns so in andere Richtungen zu lenken.
Eine Familiengeschichte die durch ungeklärte Todesfälle, Visionen und malerische Umgebung besticht.
Ich wurde hier sehr gut unterhalten.
Den Titel hätte man jedoch passender gestalten können. Der Originaltitel empfinde ich als treffender

Meine Meinung:
Ein sehr schönes Buch, welches mir sehr gut gefallen hat. Es war spannend, malerisch, aber mitunter leider auch etwas langatmig geschrieben. Durch die intensiven Beschreibungen konnte ich mich direkt im Buch wiederfinden und es quasi selbst erleben.
Zum Teil fand ich es jedoch auch etwas unglaubwürdig.
Dieser Aspekt stört mich persönlich nicht so sehr, da es für mich wichtig ist, von einem Buch gut unterhalten zu werden. Und das war hier der Fall.
Mit fast 600 Seiten empfand ich dieses Buch doch etwas zu lang, man hätte locker 100 Seiten weniger schreiben können, dann wäre die Spannung noch besser rausgekommen.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Ein Buch das ich jedem empfehlen kann der gern Romane über Familiengeheimnisse liest.